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Alles
über die Brustvergrößerung |
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von Dr. Andrea Rejzek |
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Alles über Brustvergrößerung
Informiert und hilft bei der
Entscheidung
3. Auflage
von Dr. Andrea Rejzek
Fachärztin für
plastische, ästhetische und
rekonstruktive
Chirurgie
Cumberlandstrasse 3
1140 Wien
Inhalt
BrustvergröSSerung mittels Implantate
Was können heutige Implantate?
Zugang über die Unterbrustfalte
Implantat liegt über dem Muskel
Implantat liegt unter dem Muskel
Implantat liegt halb unter und halb über dem Muskel
Operationsvorbereitung und Krankenhausaufenthalt
Verletzung von Nerven und Blutgefäße
Komplikationen bei der Narbenbildung
Wie wird eine Kapselfibrose korrigiert?
Wie wird eine Kapselfibrose korrigiert?
Aussagekraft der Mammographie?
Schönheitsoperationen von Schönheitschirurgen?
So finden Sie den richtigen Plastischen Chirurgen
Sind Brustvergrößerungen unter 18 Jahren sinnvoll?
Wird die Stillfähigkeit bei der reinen Brustvergrößerung verloren?
Ist eine sinnvolle Krebsvorsorge mit Implantaten möglich?
Schadet zulange Sonneneinstrahlung den Implantaten?
Klinik oder Ordination bzw. Praxis?
Was ist vor der OP zu beachten?
Vorsicht vor "Billigangeboten"
Ambulant oder stationär in der Klinik?
Das Ergebnis entspricht nicht Ihren Erwartungen?
Brustvergrößerungen mit Eigenfett
Brustvergrößerungen durch Hyaluronsäure
Brustvergrößerungen mit Kapseln zum Einnehmen
Brustvergrößerungen durch Hormontherapie
Brustvergrößerungen durch Vakuumtherapie
BrustveRGÖßERUNG - Preise - Kosten
BRUSTVERGRÖßERUNG
Die Bereitschaft seine äußere Erscheinung zu verändern
und zu verschönern ist heute im steigendem Maße vorhanden.
Für viele Frauen sind die Form und die Größe der Brust
nicht nur ein wichtiger Aspekt Ihrer Figur, sondern bestimmen auch in
Teilaspekten Ihr Selbstwertgefühl und damit Ihr Auftreten im öffentlichen und
privaten Bereich. Die in ihrem Verhältnis zu Ihrem Körper zu kleine Brust wird
als Handicap gesehen und kann auch die Sexualität negativ beeinflussen. Die
Lösung ist hier die Anpassung der zu kleinen Brust, durch eine Vergrößerung die
mit dem übrigen Körper harmoniert. Aber
nicht nur Brustvergrößerungen bei Frauen, die eine angeborene zu kleine Brust
haben, sind sinnvoll. Viele Frauen leiden nach Schwangerschaft und Stillen an
einer Minderung des Brustvolumens (Involutionsatrophie) durch Verkleinerung der
Brustdrüse. Dadurch kommt es zum Einsinken der Haut im oberen Brustbereich und
die Brust wirkt schlaff und hängend. Dies kann durch den Einsatz von
Implantaten, die diesen Hautmantel ausfüllen mit sehr guten Ergebnissen korrigiert
werden. Nur wenn dieser Hautmantel zu groß ist, muss zusätzlich eine Straffung
durchgeführt werden.
Die besten Ergebnisse einer Brustvergrößerung werden bei
Frauen erzielt, die bereits eine harmonisch proportionierte Brust Ihr Eigen
nennen. Die maximal erreichbare Brustvergrößerung wird durch die vorhandene
Haut begrenzt. 
Bild A
zeigt eine kleine Brust, die durch Implantate (blau) vergrößert wurden. Bild B zeigt
das Implantat vor dem Brustmuskel (rot) und
Bild C zeigt
das Implantat
unter dem Brustmuskel. Und Bild
D zeigt, dass das Implantat im Verhältnis zur verfügbaren Haut zu groß
ist und die abgerundeten Kanten oben und unten sich
durch die Haut abzeichnen. Es wäre besser gewesen in
diesem Fall das Implantat unter den Brustmuskel zu legen.
Obwohl silicongelgefüllte Brustimplantate in den 90iger
Jahren in den USA verboten waren, kam es in Europa nie zu so einem Verbot, da
mittlerweile Studien belegen, dass es keinen wissenschaftlichen Grund gibt auf
Brustvergrößerungen mit silikongefüllten Implantaten zu verzichten. Auch in
den USA wurden diese Ergebnisse berücksichtigt und seit 2006 wurden diese
Implantate wieder zugelassen.
Das Material Silikon ist mittlerweile vom Verdacht Krebs
auszulösen befreit und kann auch beim Fliegen nicht "platzen", deshalb bestehen alle derzeitigen Implantate aus
einem Silikonmantel der eine glatte oder angeraute (texturierte)
Oberflächenbeschaffenheit aufweist. Die
texturierte, sprich rauhe Oberfläche soll der Kapselfibrose aufgrund der
vergrößerten Oberfläche entgegenwirken. Die Kapselbildung oder Kapselfibrose
zeigt sich bei einem gewissen Prozentsatz der Patientinnen, wobei der Körper
eine Bindegewebshülle bildet, die das Implantat umschließt und manchmal extrem
dick und hart wird. Diese
Bindegewebskapsel zieht sich dann zusammen, wobei dieser Prozess schmerzhaft
ist und auch zu Verformungen führen kann.
Die Haltbarkeit von modernen Implantaten weisen keine wie
immer geartete begrenzte Zeitspanne auf. Die Gerüchte, dass die
komplikationslose Verweildauer mit 10 Jahren begrenzt sei, wird weder durch die
Implantathersteller (lebenslange Garantie) vorgegeben, noch durch die Praxis
bestätigt.
Derzeit gibt es Implantate, die mit flüssigen und vernetztem
(köhäsiven) Silikon-Gel oder Kochsalz gefüllt sind. Die Implantate mit
flüssigem Silikongel sind zwar nicht formbeständig, aber billiger und können
ausrinnen. Die teureren mit formbeständigen (kohäsiven) Silikongel gefüllten
Implantate können nicht ausrinnen und greifen sich auch eher wie echtes
Brustgewebe an. Implantate, die mit Kochsalzlösungen gefüllt sind, vermitteln
einen eher schwabbeliges, unnatürliches Tastgefühl auf. Stärkegel führte zu
Volumenschwankungen und Sojaöl ist aufgrund der schädlichen Zerfallsprodukte nicht
mehr auf dem Markt.
Im mitteleuropäischen Kulturkreis wollen die überwiegende
Anzahl der Frauen eine Brustvergrößerung, die sich harmonisch ins Körperbild
einfügt und die man auch nicht sieht. Um natürliche und harmonische Ergebnisse
zu erzielen, muss das Implantat von einem Gewebemantel umgeben sein, dass man
die Kanten des Implantats nicht sieht. Mit anderen Worten: Ist die vorhandene
Brust größer als das Implantat, dann kann die Form des Implantats die Form der
Brust nicht beeinflussen und es ist auch keine Notwendigkeit gegeben anatomisch
geformte Implantate zu verwenden.
Die Auswahl der Implantate soll gemeinsam mit dem
Operateur erfolgen. Glatte mit Kochsalzlösung gefüllte Implantate sind billig,
wobei die texturierten mit kohäsiven Silikongel gefüllten Implantate das 4 bis
5-fache kosten. Ich verwende im Interesse meiner Patientinnen nur Implantate
mit texturierter Oberfläche, die mit kohäsiven Silikongel gefüllt sind.
Die Zugangswege, d.h. über welche Schnittführung wird das
Implantat eingebracht, bestimmen die Narben. Man kann eigentlich drei Zugänge
unterscheiden:
Der operative Zugang über den Achselbereich führt zu
einer bei gehobenen Armen sichtbaren Narbe.
Dieser Zugang ist schwierig, da das
Implantat mittels besonderen chirurgischen Instrumenten über den Schnitt in der
Achsel in die Brust gebracht werden muss.
Der Zugang über den Hautschnitt in der Unterbrustfalte
(sub-mammärer Zugang) ist technisch der leichteste, aber auch schnellste und
verursacht Narben (3-5 cm) , die in entkleidetem Zustand und liegender Position
sichtbar sind.
Der Zugang durch den Warzenhof (periareolärer Zugang)
wird durch eine halbkreisrunde Schnittführung zwischen der hellen Brusthaut und
der dunkleren Haut des Warzenhofs gelegt. Auch hier ist der Nachteil durch Limitierung
der Implantatsgrößen, sodass größere Implantate nicht verwendet werden können.
Die Einbringung durch Durchtrennung der Brustwarze, hat als Komplikationen, die
Narbenbildung und Gefühlsstörungen in der Brustwarze.
Die natürlichste Art der Positionierung ist über dem großen Brustmuskel,
dies bringt das natürlichste Aussehen und auch ist das Implantat beim Tasten
kaum auszumachen. Nachteilig wirkt sich bei schlaffen Gewebe die Absenkung des
Implantats durch Eigengewicht aus. Dies führt zu einer unerwünschten Absenkung
der Brust.
Bei kleiner kaum vorhandener Brust ist diese Lage unter dem Muskel
notwendig, denn es ist zu wenig Gewebe vorhanden um das Implantat vollständig
zu umhüllen. Ein Absinken der Brust ist unwahrscheinlich, da der Brustmuskel
die Beibehaltung der Lage unterstützt.
Der Brustmuskel wird eingeschnitten und der obere Teil des Implantats kommt
unter den Muskel und das untere Teil liegt über dem Brustmuskel.
Für die Operationsvorbereitung
sind folgende Punkte zu berücksichtigen und Untersuchungen durchzuführen:
·
Mammographie
·
EKG
·
Lungenröntgen
·
Blutbefunde (Blutbild mit
Blutgerinnung, Leber- und Nierenwerte, Elektrolyte und Blutgruppe)
·
HIV- und
Hepatitisserologie (HIV-Test und Test auf Hepatitis A, B, C)
·
Selbstverständlich
können Sie Schmerzmedikamente (z.B. Seractil, Parkemed, Mexalen, Miranax,..)
einnehmen; bitte verwenden Sie 14 Tage
vor der Operation keine acetylsalicylsäurehältigen
Medikamente (z.B. Aspirin, Thomapyrin,...), und meiden Sie auch Alkohol und
Schlafmittel, da diese die Blutgerinnung herabsetzen.
·
Auch Zigaretten
sollten vermieden werden, da Nikotin eine gefäßverengende Wirkung hat. Dadurch
kann es zu ernsten Wundheilungsstörungen kommen.
·
Operationsfreigabe vom Internisten
oder Hausarzt
·
Wenn die Operation um
10 Uhr angesetzt ist, sollten Sie 2 Sunden vorher, also um 8:00 in der Aufnahme kommen.
·
Die Brustaugmentation
findet in Vollnarkose statt, deshalb sollten Sie 6-8 Stunden vor der OP nichts
mehr Essen und Trinken.
Die Brustaugmentation dauert in
der Regel zwischen einer 3/4 Stunde und 1 1/2 Stunden. Man kann das Krankenhaus
am selben oder nächsten Tag verlassen.
·
Nach der Operation
soll die Brust durch einen Verband oder straff sitzenden BH gestützt und ruhig
gestellt werden.
·
Nach Entlassung aus
dem Krankenhaus ist es normal, dass für etwa 1 Woche noch entsprechende
Schmerzen bestehen (vor allem bei Bewegung der Arme, Husten, ...)
·
Selbstverständlich
können Sie Schmerzmedikamente (z.B. Seractil, Parkemed, Mexalen, Miranax,..) einnehmen;
bitte verwenden Sie jedoch keine acetylsalicylsäurehältigen Medikamente (z.B.
Aspirin, Thomapyrin,...)
·
Bitte rauchen Sie
nicht, da durch das Rauchen die Durchblutung und damit die Wundheilung massiv
beeinträchtigt werden können.
·
Bitte belassen Sie den
Verband so, wie er im Krankenhaus angelegt wurde.
·
Der Verband und vor
allem die Wunde sollte nicht nass werden; Duschen ist daher nur mit
Duschpflaster möglich
·
Die Nähte werden nach
10 - 14 Tagen entfernt; einen Tag später darf die Narbe bereits nass werden
·
Nach Nahtentfernung
sollte die frische Narbe zunächst mit einer Wund- und Heilsalbe (z.B.: Bepanthen)
gepflegt werden (ev. 2 mal täglich. leichte Narbenmassage mit kleinen
kreisenden Bewegungen)
·
Über eine
entsprechende weitere Narbentherapie, welche frühestens nach 4 Wochen begonnen
werden sollte, informiere ich Sie dann im Rahmen einer Kontrolle
·
Bitte tragen Sie
konsequent 24 Std. täglich den angepassten Spezial-BH für mindestens 6 Wochen
·
Danach sollten Sie
noch für weitere 6 Wochen einen gut sitzenden Sport-BH tragen (in den ersten 3
Monaten keine Bügel-BHs verwenden!)
·
Vermeiden Sie
körperliche Anstrengung, sportliche Betätigung, Sauna, Solarium und Sonnenbäder
für 6-8 Wochen
·
Setzen Sie die frische
Narbe im ersten Jahr nicht der Sonne aus, es könnte sonst zu Pigmentierung
(Braunfärbung) kommen. Bitte verwenden Sie Sonnenschutzcreme
mit hohem Lichtschutzfaktor
·
Weitere Kontrollen sind 1 Monat nach Nahtentfernung und 1 Jahr nach der
Operation geplant (ev. mit aktuellem Ultraschallbefund)
Da kein ärztlicher Eingriff ohne Risiken ist, können auch
während der Operation leichter Blutverlust durch Verletzung von Blutgefäßen
kommen, die aber sofort gestillt werden.
Wenn nach dem Eingriff die Brust schmerzhaft anschwillt,
ist die Ursache meist eine Nachblutung.
Diese Nachblutungen treten bei ordnungsgemäßer Blutstillung während der
Operation durch den erhöhten Blutdruck im Wachzustand auf. Meist wird in den
ersten 48 Stunden das Blut operativ entfernt und die Blutungsursache gesucht
und beseitigt, sprich gestillt.
die zum einen zu Wundheilungsstörungen durch zu geringe
Durchblutung und zum anderen zu Gefühlsstörungen bei der Brustwarze führen
können.
In extrem seltenen Fällen kann auch ein größerer
Blutverlust auftreten, sodass Blut oder Blutbestandteile übertragen werden
müssen. Diese Fremdblutübertragung kann in sehr seltenen Fällen Hepatitis-Viren
übertragen und zur Leberentzündung führen. In extrem seltenen Fällen wird HIV
übertragen und dies löst wiederum Aids aus. Weiters sind Haut- und
Weichteilschäden durch Desinfektionsmittel und elektrochirurgische Geräte nicht
auszuschließen.
Die Brustvergrößerung ist ja aufgrund der Verwendung von
Fremdkörpern prädestiniert für eine bakterielle Infektion, deshalb ist bei
dieser Operation höchste Sterilität geboten. Daher führe ich eine Brustvergrößerung
grundsätzlich nur in aseptischen Operationssälen durch. Die von manchen Kolleg(Inn)en
durchgeführte Benetzung des Implantats mit einer antibiotischen Lösung führe
ich nicht durch, da es keine Erfahrungen gibt, ob das Implantat durch diese aggressiven
Lösungen nicht auch leidet. Es wird eine
antibiotische Abschirmung durchgeführt. Infektionen im Inneren der Brust, die
auch durch Bakterien in den Talgdrüsen und Schweißdrüsen ausgelöst werden,
können nach dem Entfernen des Implantats in der Regel rasch beherrscht werden.
In einem späteren Eingriff wird dann ein neues Implantat eingesetzt.
Narben, die unter Spannung stehen können sich verbreitern
und bei gegebener Veranlagung kann es zu verfärbten, dickwulstigen
schmerzhaften Narbenwucherungen kommen (Keloide). Wird dies rechtzeitig
bemerkt kann durch Behandlung ein zweiter Eingriff meist vermieden werden.
Bei sehr schlanken Frauen kann es zur Tastbarkeit des
Implantats kommen, wenn die Abdeckung mit Weichteilen zu gering ist.
Wird eine Brustvergrößerung mit Implantat durchgeführt,
dann reagiert der Körper mit der Bildung einer Bindegewebshülle , die an und
für sich dünn und weich bleibt. In drei bis fünf von 100 Fällen wird diese
Hülle dicker, verhärtet und zieht sich auch eventuell zusammen. Dieses
Krankheitsbild nennt man eine Kapselfibrose. Die Ursachen der Kapselfibrose
scheinen nach neuesten Erkenntnissen nicht die Körperreaktion auf das
eingebrachte Silikon zu sein, sondern eine Autoimmunreaktion auf das im eigenen
Körper produzierte Hitze-Stress-Eiweiß. Wird bei der Operation ein großes
Trauma (Durch die OP-Technik, Nachblutung und Infektionen) verursacht, dann
wird mehr von diesem Eiweiß ausgeschüttet. Mit anderen Worten gesagt, könnte
durch Vermeidung oder Verringerung des OP-Traumas, Vermeidung von Nachblutungen
und Infektionen das Risiko einer Kapselfibrose vermindert werden.
Das Implantat wird entfernt und je nach Verhärtung der
Kapsel wird diese Kapsel längs und quer zerschnitten und das neue Implantat
eingebracht. Die Kapselstücke sind beweglich und lassen so die Brust wieder
weich erscheinen. Bei extrem verhärteten Kapseln wird nach Entfernung des
Implantats die obere Kapselhülle entfernt und das neue Implantat in diese Höhle
eingebracht.
Das Implantat wird entfernt und je nach Verhärtung der
Kapsel wird diese Kapsel längs und quer zerschnitten und das neue Implantat
eingebracht. Die Kapselstücke sind beweglich und lassen so die Brust wieder
weich erscheinen. Bei extrem verhärteten Kapseln wird nach Entfernung des
Implantats die obere Kapselhülle entfernt und das neue Implantat in diese Höhle
eingebracht.
Bei der Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) wird
das Implantat (Silikongel)auf der Röntgenaufnahme als Schatten dargestellt und
deckt damit einen Teil der Brustdrüse ab. Eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung
oder Kernspintomographie ist daher notwendig, um eine sinnvolle
Vorsorgeuntersuchung durchführen zu können.
Da bei ästhetisch chirurgischen Eingriffen ja nur gesunde
Menschen operiert werden, ist das Restrisiko einer Allgemeinanästhesie sehr
gering. Trotzdem sollte der Anästhesist vor jedem Eingriff ein ausführliches
Aufklärungsgespräch führen, indem auch die Risiken der Narkose behandelt
werden.
In ungünstigen Fällen kann es durch die Lagerung zu
Druckschäden an Weichteilen und Nerven insbesondere bei den Armen führen, wobei in ungünstigen Fällen
auch Lähmungen auftreten.
Nachblutungen und das Auftreten von Blutergüssen ist in
selten Fällen auch nach ein paar Tagen nach der Operation nicht auszuschließen,
und ein zweier Eingriff zur Blutstillung und Entfernung der Blutergüsse kann
notwendig werden.
Für "Schönheitsoperationen" sind eigentlich nur
die Fachärzte für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie
ausgebildet.. Sie haben nach dem Medizinstudium eine mindestens sechsjährige
strukturierte Ausbildung durchlaufen und mindestens 500 definierte Operationen
selbst durchgeführt, bei Tausenden assistiert und eine Facharztprüfung
abgelegt. Zum Fachgebiet der plastischen Chirurgen gehört die
Verbrennungschirurgie, die Wiederherstellende Chirurgie, Handchirurgie und die
Ästhetische Chirurgie.
Die Bezeichnung Schönheitschirurg oder
Schönheitschirurgie sind nicht geschützt und auch keine Facharztbezeichnungen.
Ich finde es in diesem Zusammenhang bedenklich, wenn ein HNO-Arzt
Fettabsaugungen am Oberschenkel und wenn Hautärzte Brustvergrößerungen durchführen.
Dieser Abschnitt ist wörtlich von der Homepage der
Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie in
Österreich übernommen:
"Jeder
Facharzt für Plastische Chirurgie hat seine eigene Art und Weise, an Menschen
heranzutreten und Operationen vorzubereiten und durchzuführen. Doch die Ärzte
der Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und
Rekonstruktive Chirurgie haben eines gemeinsam: Sie alle haben eine
spezielle sechsjährige Ausbildung zum Facharzt für Plastische, Ästhetische und
Rekonstruktive Chirurgie abgeschlossen und damit eine qualitativ hochwertige
Ausbildung erworben."
Jeder plastisch-chirurgische Eingriff sollte gut überlegt
sein. Nehmen Sie sich die nötige Zeit den richtigen Arzt zu finden, bei dem Sie
sich wohl fühlen und zu dem Sie Vertrauen haben.
In Österreich erlaubt das Gesetz prinzipiell jedem Arzt,
plastisch-ästhetische Operationen durchzuführen. Sie sollten also vorsichtig
sein, wenn der Arzt keine offizielle diesbezügliche Facharztbezeichnung führt.
Ein seriöser Plastischer Chirurg wird keine Probleme damit haben, Sie über seine Ausbildung umfassend zu
informieren. Die reguläre Bezeichnung, die der Arzt haben sollte, lautet „Facharzt für Plastische, Ästhetische und
Rekonstruktive Chirurgie“.
·
Informieren Sie sich
ausgiebig über die angestrebte Operation. Gute Quellen sindBekannte, die eine
solche Operation schon haben durchführen lassen sowie
·
Informationsbroschüren
von Fachgesellschaften bzw. unabhängigen Anbietern und das Internet. Doch
Vorsicht: Nicht alle Informationen im Internet sind inhaltlich richtig und auf
dem neuesten Stand der Entwicklung. Holen Sie nach dieser Vorbereitung die
Meinung verschiedener Ärzte ein, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
·
Erkundigen Sie sich
nach der Erfahrung und Ausbildung des Arztes auf dem Gebiet der Plastischen
Chirurgie. Fragen Sie nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten und
Operationstechniken. Die Aufklärung über die Techniken, den Ablauf der
Operation und mögliche Risiken sollte umfassend und für Sie verständlich sein.
Ein seriöser Plastischer Chirurg wird Ihnen einen individuellen Therapieplan
erstellen.
·
Versuchen Sie Ihrem
Plastischen Chirurgen möglichst präzise Ihr gewünschtes
·
Ergebnis zu
beschreiben. Nur so kann der Arzt abschätzen, ob Ihre Erwartungen auch
tatsächlich umgesetzt werden können oder ob spätere Enttäuschungen
·
vorprogrammiert sind.
·
Lassen Sie sich von
keinem Arzt zu einem Eingriff drängen. Hüten Sie sich auch vor Ärzten, die
Nebenwirkungen, Risiken oder die Nachbehandlung verharmlosen. Zu jedem Eingriff
gehört eine Erholungsphase und eine Nachbehandlung.
·
Fragen Sie vor der
Operation nach einem Kostenvoranschlag. Beachten Sie, dass Kostenvoranschläge
nur auf Basis von komplikationslosen Heilverläufen beruhen. Sollte es zu
Komplikationen kommen, können Mehrkosten entstehen.
·
Nachdem Sie den
richtigen Arzt gefunden haben und alle Fragen geklärt sind, sollten sie sich
eine Bedenkzeit nehmen, um die Vorteile und die Risiken für Sie persönlich
abzuwägen. Bedenken Sie dabei auch die Nachbehandlungszeit und erstellen Sie
sich einen Finanzplan. Sprechen Sie wenn möglich auch mit Menschen, die in
einer ähnlichen Situation waren/sind.
·
Wenn Sie sich für die
Operation entschieden haben, suchen Sie den Arzt zu einem zweiten
Beratungsgespräch auf und klären Sie alle verbliebenen Fragen. Am besten schreiben
Sie sich eine Liste, damit Sie keine Fragen vergessen.
·
Vertrauen Sie sich mit
Ihren Überlegungen jemanden an, der Ihnen nahe steht. Dies wird Ihnen im
Vorfeld der Behandlung, aber auch während der Behandlung bestimmt helfen.
·
Unter
www.plastischechirurgie.org finden Sie ein Verzeichnis jener Fachärzte
fürPlastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgen, welche ordentliche
Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und
Rekonstruktive Chirurgie sind."
Ich operiere minderjährige Frauen prinzipiell nur mit
Einverständnis der Erziehungsberechtigten und das Körperwachstum (in diesem
speziellen Fall das (Brustwachstum) muss abgeschlossen sein. Sollte ich über
die Motive warum die junge Frau jetzt unbedingt größere Brüste haben will,
nicht ganz im klaren sein, ziehe ich von Fall zu Fall eine Psychologin hinzu.
Die österreichischen Krankenkassen zahlen
Brustvergrößerungen (mit Implantaten, Eigenfett aber auch Hyaluronsäure) aus
rein ästhetischen Gründen nicht. Nur im Rahmen der Rekonstruktion der Brust
nach Unfällen und Tumoroperationen sowie bei asymmetrischen Brüsten
(Unterschied mehr als 200 g pro Seite)
werden die Kosten für die "Vergrößerung" der Brust mittels
Implantat übernommen.
Bei der reinen Brustvergrößerung bleibt die
Stillfähigkeit auf jeden Fall erhalten.
Mammographie und Sonographie sind weiterhin möglich,
besonders, wenn das Implantat unter dem Brustmuskel implantiert wurde. Bei sehr
kleinen Brüsten kann eine Brustvergrößerung die Diagnostik sogar vereinfachen.
Vor der Brust-OP sollten Patientinnen sich jedoch in jedem Fall einer
Mammographie unterziehen.
Implantate
erwärmen sich langsamer als das umgebende Gewebe und kühlt auch langsamer aus.
Gefahren sind keine bekannt. Nur die Narben können sich in der Sonne verfärben
und dunkler werden. Meiden Sie also all zustarke Sonneneinstrahlung mindestens für ein Jahr.
Nur billige und schadhafte Implantate können bei einem
Druckabfall in der Flugzeugkabine "zerplatzen". Dies könnte dann der
Fall sein, wenn ein Gas (meist Luft) im
Implantat vorhanden ist, und sich dieses dann ausdehnt und die Silikonhülle
zerplatzt.
Ich führe grundsätzlich keine Brustvergrößerungen
ambulant in der Ordination durch. Das Einbringen eines Implantats sollte nur in
standardisierten Operationssälen in Vollnarkose erfolgen. Einerseits
entsprechen die hygienischen Standards eines ambulanten Eingriffsraum nicht den
Standards die bei Einbringung von Implantaten notwendig sind. Auch das
Notfallmanagement in der Ordination entspricht nicht den bei dieser Operation
anzusetzenden Erfordernissen. In den ersten 24 h nach der Operation bin ich
rund um die Uhr für meine Patienten erreichbar.
Auf jeden Fall sollten Sie ein ausführliches Aufklärungs-
und Beratungsgespräch mit Ihrem Arzt/Ärztin (Operateur) führen. Ich meinem Fall
führe in der Regel Aufklärungs- und Beratungsgespräche, die bis zu einer Stunde
dauern, sodass die Erwartungshaltung des Patienten oder der Patientin
realistisch ist und auch alle Risiken dieses Eingriffs vom Patienten zur
Kenntnis genommen und verstanden wurden.
Einverständniserklärung
Ich verwende für die Aufklärung standardisierte Aufklärungsbögen.
Am Ende dieser Basisinformation ist auch die Einverständniserklärung des
Patienten enthalten, die ausgefüllt und vom Patienten unterfertigt wird.
Fragen Sie Ihren Arzt auch ob er eine
Haftpflichtversicherung besitzt. Generell besteht auch keine Pflicht eine
solche Haftpflichtversicherung abzuschließen. Lassen Sie von Ihrem Arzt
bestätigen, dass eine solche Haftpflichtversicherung besteht, denn dort wo
Menschen arbeiten, und auch erfahrene plastische Chirurgen sind Menschen, können
Fehler passieren. Die meisten österreichischen plastischen Chirurgen haben eine
solche Haftpflichtversicherung im Interesse Ihrer Patienten abgeschlossen. In
meinem Fall beträgt die Haftungssumme € 2 Mio. Euro. Ich habe bis heute diese
Versicherung noch nie benötigt, aber es trägt zur Sicherheit meiner Patienten
bei.
Ein(e) gute(r) Schönheitschirurg(in) hat seinen Preis.
Bitte überlegen Sie in Ihrem Interesse ob Sie sich in Osteuropa in einer Klinik
operieren lassen, die mit sehr günstigen Preisen wirbt. Auch werden Sie kaum
herausfinden wie qualifiziert die Ärzte dort sind und ob eine professionelle
Nachsorge bzw. Nachbehandlung angeboten wird. Wenn dann das Ergebnis nicht
Ihren Wünschen entspricht, kann die Korrekturoperation in Österreich richtig
teuer werden. Beispiel Ungarn: Die im Internet gefunden Preise sind ab Preise
und zu den Basispreisen kommt dann noch OP-Benutzung, Lokalanästhesie,
Verbandsmaterial dazu. Auch werden Implantate verwendet, deren Namen ich noch
nie gehört habe. Wenn man die Implantate von den in Österreich bekannten
Marktführern haben will, dann wird die OP um 30 % teurer.
Natürlich können viele Eingriffe ambulant in der
Ordination durchgeführt werden. Operationen, wie Brustvergrößerungen,
ausgedehnte Straffungen und Fettabsaugungen mit mehr als 2 Liter und mehr als zwei
Regionen führe ich im Interesse meiner Patienten nur in einem Belegspital
durch.
Auch bei sorgfältigster Vorbereitung, Planung und
Durchführung sind Enttäuschungen und Misserfolge nicht restlos vermeidbar. Auf
jeden Fall sollten Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen und
gemeinsam nach einer Lösung suchen. Wenn Sie aber das Vertrauen verloren haben
oder Ihr Arzt hat kein Verständnis für Ihr berechtigtes Problem, kann ich Ihnen
die Telefonnummer der Hotline für
verunsicherte Patienten der Österreichischen Gesellschaft für Plastische,
Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie anbieten (0820 820 600). Serviceprojekt für verunsicherte Patienten nach
ästhetischen Eingriffen. Dort
kann man sich nach einem bereits erfolgten Eingriff anmelden um auf unkomplizierte
Weise kostenlos eine fachliche Meinung einzuholen.Weiters kann ich Ihnen die Schiedsstelle
der Ärztekammer empfehlen z.B.: in Wien (Schiedstelle der Ärztekammer Wien) oder in Niederösterreich Schiedstelle der Ärztekammer in Niederösterreich.
Auch die Patientenanwaltschaft in Niederösterreich
http://www.patientenanwalt.com
und Wien http://www.wien.gv.at/gesundheit/wppa/ helfen Arztfehler aufzudecken und so mit Ihr Recht als
Patient durchzusetzen.
Schon vor mehr als 100 Jahren wurden in Deutschland, mit der Einbringung von körpereigenem
Fettgewebe, Versuche durchgeführt. Schon damals waren die Ergebnisse sehr
widersprüchlich, denn gute Ergebnisse wurden von Fällen mit ölhaltigen Zysten
und Verkalkungen begleitet. Die Verfechter diesen neuen Methode, bauen auf den
Ergebnissen von Dr. Coleman auf. Es wird nun ein neues Verfahren angeboten, bei
dem die Fettzellen mittels Wasserstrahl abgesaugt und gesammelt werden. Danach
werden Sie mit kleinen Spritzen an Ihren neuen Ort gebracht. In Wien gibt es
derzeit eine klinische Studie, mit deren
Hilfe es zu einem Durchbruch dieser
Methode kommen soll. Voraussetzung ist aber auch, hier dass die Risiken nicht
größer sind als bei der chirurgischen Vergrößerung mit Implantaten. Auch bei
der neuen Eigenfettmethode sind maximal 150 - 200 ml in einem Einbringungsvorgang entweder ambulant
im Dämmerschlaf oder Narkose möglich. Innerhalb von ein paar
Monaten reduziert sich das eingebrachte Volumen um ein Drittel, das heißt der
Vorgang muss wiederholt werden. Auch gibt es mit Eigenfett und diesen
Einbringungsmengen noch keine Studien über die Langzeithaltbarkeit auch bei
zweimaliger Einbringung im Abstand mehrerer Monate, aber auch keine Studien
bezüglich Langzeitfolgen. Die frühere Diskussion, bezüglich der durch Eigenfett
ausgelösten Verkalkungen und die damit zusammenhängende Verzögerung in der Erkennung von Brustkrebs scheint,
durch die neueren entwickelten Verfahren, wo das Eigenfett nicht in die
Brustdrüse, sondern in das oder unter die Drüse gespritzt wird, sich
abzuschwächen, denn dadurch kann die
Verwechslung von den aus Eigenfett entstehenden Kalkherden mit Brustkrebs
vermieden werden. Für Raucher steht
die Brustvergrößerung mit Eigenfett nicht zur Verfügung, denn die Durchblutungsstörungen
an denen Raucher leiden, behindern das Anwachsen der Fettzellen. Auch für sehr schlanke Menschen ist diese
Methode nicht durchführbar, da ja kein Eigenfett für die Absaugung zur
Verfügung steht.
Hyaluronsäure ist eine körpereigene Substanz, die für
kosmetisch-medizinische Zwecke synthetisch nachgebaut wird. Es sind keine
sonstigen Fremdstoffe enthalten und die Hyaluronsäure wird nach einer gewissen
Zeit ohne Rückstände vom Körper abgebaut. Als Unterspritzmaterial wird
Hyaluronsäure seit vielen Jahren eingesetzt.
Diese Material wird zwischen Brustdrüse und Brustmuskel
in Lokalanästhesie eingebracht. Die Hersteller von Hyaloronsäure geben 2 Jahre
als Haltbarkeit der Brustvergrößerung an. Auch darf nicht erwartet werden, dass
man mit Hyaluronsäure bis zu zwei Körbchengrößen mehr bekommt. Mehr als 200 ml braucht ist mit einem Implantat besser
dran. Diese maximal zwei Jahre
anhaltende Vergrößerung kostet zwischen
€ 3000 - € 4.000,-. Die österreichische Gesellschaft für plastische Chirurgie
kritisiert auch die Anwendung von der Hyaluronsäure, denn es gibt noch keine
Studien zur Verträglichkeit der Substanz über längere Zeiträume. Auch die
deutsche Gesellschaft für plastische Chirurgie stößt ins selbe Horn: Brustvergrößerung mit Hyaloronsäure - Studienlage ist
dürftig
Ein Kollege, früher Verfechter der Hyaluronsäure, warnt
in seinem Newsletter vor dieser Methode, da "bei der Menge an Volumen, die
iniziert werden muss, um eine Vergrößerung der Brust zu erreichen, bilden sich
in 15 -20 % der Fälle Abkapselungen. Für meinen Qualitätsanspruch eine viel zu
hohe Rate."
Immer wieder stolpere ich in Zeitschriften oder aber auch
im Internet über Anzeigen die ein Brustwachstum durch Einnahme von
irgendwelchen Kapseln versprechen. Die meisten Anbieter versprechen eine Anregung
der Produktion von Östrogen und eine Vergrößerung und Straffung der
weiblichen Brust in Verbindung mit der Stärkung von Libido und Psyche.
Aber auch der Missbrauch von zu stark dosierten Anti-Baby-Pillen zur
Brustvergrößerung werden in unterschiedlichsten Internetforen diskutiert.
Wie die Anbieter einer solchen Therapie in Österreich
festhalten, kann durch die Verabreichung von Östrogen und Gestagen eine nicht-
oder unterentwickelte Brust zum Wachstum gebracht werden. Um sich einer solchen
Therapie überhaupt unterziehen zu können, muss alles was gegen eine solche
Behandlung spricht ausgeschlossen werden. Sollten Sie an Thrombosen, Embolien,
Herzinfarkt, und Gefäßerkrankungen im Gehirn gelitten haben und schwere
Gefäßschäden aufweisen kommt diese Therapie aufgrund der Nebenwirkungen der
Hormone nicht zur Anwendung. Auch starkes Rauchen und Leberschäden sind hier
ein Ausschließungsgrund.
Auch sprechen nur etwa 70 % der Frauen auf eine solche
Hormonbehandlung an. Wenn es funktioniert, dann vergrößert sich die Brust um
bis zu 20 - 30 %. Es soll auch die Brust nach Beendigung der Therapie wieder
kleiner werden, aber 10 - 20% größer als vor der Therapie.
Wie soll die Brustvergrößerung mittels Vakuumtherapie
funktionieren? Menschliches Gewebe,
welches andauernd gedehnt wird, wächst. Dieser Effekt wird in der plastischen
sowie orthopädischen Chirurgie erfolgreich angewendet. Mittels zweier in einen
Sport-BH integrierter Halbschalen aus Silikon wird durch eine
minicomputergesteuerte Pumpe ein Unterdruck erzeugt. Kontrollierte Studien
zwischen Mai 2003 bis September 2005 zeigten, dass eine länger andauernde
Brustvergrößerung ohne chirurgische Eingriff mit einem solchen Vakuum-Gewebe-Expander
möglich ist. Auch 20 Monate nach der Anwendung war der Vergrößerungseffekt im
ursprünglichem Ausmaß messbar. Je konsequenter das Gerät verwendet wird, umso
mehr wächst die Brust. Ist es aber den Frauen zuzumuten, dass sie so ein Gerät
11 Stunden am Tag und bis zu 52 Wochen tragen, um eine Volumssteigerung von
durchschnittlich 155 cc zu erreichen? Auch können dann andere Vakuumexpander
nicht wirken, die mit 30 Minuten täglicher Anwendung werben.
Um die Preise für Brustvergrößerungen zu verstehen,
müssen die Einzelkomponenten für die Preisbildung betrachtet werden:
Beratungsgespräch
Für das Beratungsgespräch kann man in Österreich von 0
Euro bis 125 Euro zahlen, wobei es bei manchen Kollegen und bei mir auch auf
den OP-Preis angerechnet werden kann.
Sizer und Implantate
Sind eine Probeimplantate, die während der Operation
verwendet werden um die endgültige Größe des Implantats festzulegen. Würde
man zum Probieren, ob diese oder jene
Größe besser passt, Implantate verwenden, wäre dies viel zu teuer, denn Sizer (€
50 - 200 Euro ) sind wesentlich billiger als Implantate (€ 500 - € 1500).
Belegspital und OP-Benützung
Brustvergrößerungen werden in der Regel in
standardisierten und antiseptischen Operationsräumen durchgeführt, deshalb
arbeiten fast alle privat operierenden plastischen Chirurgen mit sogenannten
Belegspitälern zusammen, in deren OPs dann der Privatpatient operiert wird und
auch bei größeren Eingriffen stationär auf die Bettenstation aufgenommen wird.
Obwohl man nach einer Brustvergrößerungsoperation noch am selben Tage heimgehen
könnte, bieten manche Belegspitäler auch für die Brustvergrößerung eine Nacht
und zwei Tage im Krankenhaus an, um der Patientin für die Erholung mehr Zeit
und Komfort zu bieten. Das Belegspital verrechnet eine standardisierte
Leistung, wie OP und 90 Minuten OP-Zeit mit OP-Personal und den
Krankenhausaufenthalt, in diesem Fall zB. eine Nacht / zwei Tage an (€ 1000 - € 1500).
Anästhesie
Die Brustvergrößerung wird meist in Vollnarkose
durchgeführt. Meist stellt das Belegspital einen Anästhesisten. Es ist aber
durchaus üblich, dass der plastische Chirurg den Anästhesisten seiner Wahl zur
OP verpflichtet (€ 300 - € 500).
OP-Assistenz
Ähnliches gilt für die OP-Assistenz. Die ist in der Regel
auch ein fertiger oder zumindest in
Ausbildung stehender Facharzt für plastische Chirurgie ( € 200 - € 400).
Spezial-BH
sollte für die ersten 6 Wochen 24 h am Tage getragen
werden. Dieser speziell angepasste BH kostet zwischen € 250 - € 400)
Visiten
Auch wenn die Brustpatientin nur 1 Nacht und einen Tag im
Krankenhaus ist, sind vom Arzt Visiten und auch eine formale Entlassung
durchzuführen. Weiters sollte der Arzt nach der Operation und bis zur
Entlassung rund um die Uhr erreichbar
sein. Meine Patientinnen erhalten vor der OP meine private Mobilnummer unter
der sich mich rund um die Uhr erreichen können.
Verbandwechsel und Narbentheraphie
10 - 14 Tage sollten die Nähte entfernt werden, 1 Monat
nach Nahtentfernung eine erste Kontrolle und danach in einem Jahr.
Die Kosten für eine Brustvergrößerung betragen in Österreich
ab € 4.000 - € 7.000,-. Die Höhe des Preises hängt von der Erfahrung der
Chirurgin und des Teams, sowie von der
Art des Krankenhauses / Ambulatoriums / Klinik ab. Ich gebe bei größeren Eingriffen
den echten Belegspitälern den Vorzug, denn dort werden auch Kassenpatienten
behandelt und es gibt einen vollwertigen Krankenhausbetrieb auch in der Nacht.
Design und Mamor ist im Notfall zB. bei einer Nachblutung sekundär.