Brustrekonstruktion

Brustrekonstruktion

Wenn infolge einer bösartigen Erkrankung entweder die gesamte Brust oder ein großer Teil derselben entfernt werden muss, ist es wichtig, die Patientin über die Möglichkeiten einer Brustrekonstruktion zu informieren. Gerade wenn eine so schwerwiegende Diagnose gestellt wird, kann es wichtig sein, das Erscheinungsbild so gut wie möglich wiederherzustellen. Dies kann gleichzeitig mit der Tumoroperation oder in einer zweiten Sitzung erfolgen.

Vor allem dann, wenn eine Bestrahlung erforderlich sein sollte oder es ist oft nicht möglich gleich eine Entscheidung zu treffen. Von den operativen Möglichkeiten steht entweder die Brustrekonstruktion mit Eigengewebe (z.B. Bauch) oder mit Fremdmaterial (Implantat) sowie einer Kombination beider Verfahren zur Verfügung. Meist sind zur vollständigen Wiederherstellung mehrere Schritte notwendig.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Bei der Sofortrekonstruktion erfolgt der Wiederaufbau gleichzeitig mit der Entfernung der erkrankten Brust, also in einer Operation.

Bei der Intervallrekonstruktion erfolgt der Wiederaufbau nach Abschluss der onkologischen Therapie. Falls im Rahmen der unterstützenden Therapie eine Bestrahlung der Brustwand durchgeführt werden musste, sollten mindestens 6 bis 8 Monate nach Beendigung der Bestrahlung abgewartet werden.

Aufgrund der Ausnahmesituation und des psychischen Drucks während der Planung der primären Therapie ist es vielen nicht möglich eine Entscheidung zur Sofortrekonstruktion zu treffen. Daher ist es mir als plastische Chirurgin ein Anliegen auf Ihre Wünsche Einzugehen und Sie sozusagen von “Frau zu Frau” zu beraten.