Eine Frage, die vielleicht im ersten Moment völlig unsinnig klingt, ist tatsächlich seit einigen Jahren fester Bestandteil der Debatte rund um Botox. Gerade wenn es um die allmonatliche Verwendung des Wirkstoffes geht, kommt immer wieder die Frage auf, welche Auswirkungen Botolinumtoxin denn nun wirklich auf Körper und Psyche hat.

Auswirkungen auf den Körper

Fest steht, dass der Wirkstoff zwar ein Nervengift ist, jedoch in Form einer Botox-Injektion keinerlei Schäden am Organismus anrichten kann. In diversen Langzeitstudien konnte bereits belegt werden, dass die geringen Dosen, die bei der Behandlung verwendet werden zu keinen Langzeitschäden führen können. Dazu wäre es nämlich notwendig, den Wirkstoffen in großen und unverdünnten Mengen zu sich zu nehmen.

... und auf die Psyche

Wirklich interessant wird es, wenn es um die Auswirkungen von Botox auf den Gemütszustand geht. Vor einiger Zeit sorgte diesbezüglich die Aussage einer Kosmetikerin für Furore. Die Dame behauptete, dass Botox ihre Kundinnen unglücklich werden ließe. Bei ihrer These stütze sich die Amerikanerin auf das Argument, dass jede Kundin, die über ein nicht vorhandenes Sexualleben klagte, zuvor Botox-Injektionen gehabt hätte. 

"Wer nicht lächeln kann, ist auch nicht glücklich" - stimmt das?

Die Kosmetikerin stellte die Hypothese auf, dass sich die eingeschränkte Mimik nach einer solchen Behandlung negativ auf eine Partnerschaft und somit auch auf das Sexualleben auswirken könnte. Frei nach dem Thema: "Wer nicht lächeln kann, ist auch nicht glücklich."

Das ist zwar rein psychologisch korrekt, trotzdem hinkt der Vergleich. Lächeln ist nach einer professionell durchgeführten Botox-Behandlung nämlich durchaus noch möglich. Außerdem stellt sich die Frage, ob die Flaute im Bett nicht bereits vor der Behandlung ein Problem war. Die These der Kosmetikerin hinkt also...

Botox gegen Depressionen

Botox-PatientInnen weisen bessere Stimmungswerte auf

Andersherum stellt sich die Frage, ob Botox nicht vielleicht sogar positive Auswirkungen auf die Psyche haben kann. Tatsächlich gibt es diverse Studien, die diese Theorie unterstützen. Ein amerikanischer Dermatologe hat festgestellt, dass es vielen seiner PatientInnen nach einer Botoxbehandlung psychisch besser ging. Daraufhin haben drei unabhängige Forschungsgruppen auf der ganzen Welt getestet, ob ein Zusammenhang besteht.

Tatsächlich konnten die ProbandInnen, die Botox in die Stirn gespritzt bekommen haben deutlich bessere Stimmungswerte aufweisen, als die Versuchspersonen, bei denen ein Placebo zum Einsatz kam.

Der Effekt könnte dadurch begründet werden, dass ein grimmiger Gesichtsausdruck nicht mehr möglich ist. Wie das aussieht, wird in meinem neuesten Video demonstriert. Das Gehirn bekommt also das Signal, dass es gar keinen Grund gibt, schlecht gelaunt zu sein. Auch die Mitmenschen begegnen jemanden mit einem freundlichen Gesichtsausdruck viel positiver. Durch das Phänomen der "Spiegelung" wird diese gute Resonanz der Anderen dann auf die eigenen Gefühle übertragen. Ein Schweizer Psychiater arbeitet nun auf Hochtouren daran, Botox bald als Zusatzbehandlung bei Depressionen auf den Markt bringen zu können. Es bleibt also spannend!

Quellen:
www.madonna.at
www.vice.com

Dass Botox (kurz für Botolinumtoxin) ein Nervengift ist, ist für die meisten Menschen vermutlich nicht Neues. Dass der Wirkstoff aber noch viel mehr kann, als nur Nerven zu lähmen, wissen die Wenigsten. Der Wirkstoff ist außerdem (bei richtiger Anwendung) für den Körper nicht schädlich, auch das ist für viele neu. Darum wollen wir heute die verschiedenen Einsatzbereiche des kleinen Helfers einmal genauer beleuchten. Was kann Botox? Wo kann man es einsetzen? Und ist es wirklich komplett unbedenklich?

Die Dosis macht das Gift

Die alte Ammenweisheit "Die Dosis macht das Gift." trifft auf Botox wie auf so viele andere Dinge zu. Wer sich den Wirkstoff alle paar Jahre einmal von einem fachlichen Profi spritzen lässt, braucht keinerlei Angst um seine Gesundheit haben. Die Menge, die bei einer Faltenbehandlung injiziert wird, ist so gering, dass sie sich auf den gesamten Organismus nicht negativ auswirken kann.

Botox wird nur in unbedenklichen Dosen angewandt.

Dass Botolinumtoxin ein Nervengift ist, sollte auf keinen Fall verschwiegen werden. Jedoch muss man sich dessen bewusst sein, dass abschreckende Ergebnisse wie bei etlichen Promis nur durch ein unprofessionelles Verhalten der behandelnden ÄrztInnen entstehen können. Eine gute Ärztin oder ein guter Arzt werden Ihnen niemals so viel Botox injizieren, dass Sie danach aussehen, wie eine Schaufensterpuppe. Die richtige Arztwahl ist also auch bei einer "kleinen" Behandlung wie einer Unterspritzung essentiell. In meinem aktuellen Youtube-Video sehen Sie, wie ich Schritt für Schritt eine Botox-Behandlung durchführe.

Wie wirkt Botox?

Entgegen der weitläufigen Meinung kann Botox selbst die Falten nicht glätten oder aufpolstern. Das vermögen nur Filler wie Hyaluronsäure oder Eigenfett. Der Wirkstoff Botolinumtoxin hingegen sorgt dafür, dass sich der behandelte Muskel nicht mehr zusammenziehen kann.  Die Mimik wird dadurch zwar eingeschränkt, aber nur im kleinen Rahmen. Durch die Behandlung bekommen die Fältchen also im Prinzip eine Pause, in der sie sich von der permanenten Anstrengung erholen können. Dadurch erscheinen bereits bestehende Falten weniger tief und neue können gar nicht erst enstehen.

Botox ist, genau wie Filler, kein permanenter Wirkstoff. Selbst wenn man einmal mit einem Ergebnis nicht hundertprozentig zufrieden sein sollten, braucht man also keine Angst haben. Sie verlieren weder Ihren Ausdruck, noch Ihr altes Aussehen. Die Wirkung hält maximal ein halbes Jahr an, dann kann bei Bedarf wieder nachgeholfen werden.

Wo kann man es einsetzen?

Botox ist nicht nur bei Falten ein beliebtes Helferlein, der Wirkstoff wird auch gerne zur Schweißminderung eingesetzt. Hierbei wird der Wirkstoff direkt in die Achsel oder in die Handflächen eingebracht. Auch als Migränetherapie gewinnt Botolinumtoxin immer mehr an Popularität. Eine Injektion an der Stirne kann bei manchen PatientInnen dazu führen, dass das bekannte "Gewitter im Kopf" gelindert wird.

Brustwarzen sind ein Thema über das nicht oft gesprochen wird. Viele Menschen (insbesondere Mädchen) verstecken Ihre Brustwarzen stets vor den Blicken Anderer. Sie haben Angst, dass sie nicht der Norm entsprechen könnten. Aber was ist die Norm? Wir haben uns die verschiedenen Brustwarzen-Typen einmal genauer angeschaut.

Flach

Die flache Variante ist der "Klassiker" und den Brustwarzen. Bei dieser Ausprägung liegt die Brustwarze flach auf der Brust auf. Bei Kälte oder Erregung tritt der Nippel hervor. Da diese Art der Brustwarze am meisten in Nacktshootings zu sehen ist, wird sie von Vielen als das "Ideal" angesehen. Frauen und Männer mit flachen Brustwarzen sehen meist keine Notwendigkeit für eine plastische Veränderung.

Brustverkleinerung - Dr. Andrea Rejzek Wien

Flache Brustwarzen gelten oft als Ideal

Hervorstehend

Diese Variante ist der flachen Brustwarze sehr ähnlich. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Nippel immer aus der Brustwarze hervorstehen. Sie sind dabei aber im Gegensatz zur flachen Brustwarze nicht hart, sondern weich.

Geschwollen

Die geschwollene Brustwarze liegt wie ein kleiner Hügel auf der Brustwarze auf. Hierbei steht nicht nur wie bei der flachen und der hervorstehenden Variante der Nippel heraus, sondern die ganze Brustwarze. Auch wenn diese Form nicht so häufig auftritt, ist sie doch ganz normal. Sorgen muss man sich nur machen, wenn die Brustwarze plötzlich anschwillt, denn dann könnte eine Schwangerschaft vorliegen.

Hohl

Bei einer "hohlen" Brustwarze steht der Nippel nicht aus der Warze hervor, sondern geht nach innen. In unserem letzten Blogpost haben wir bereits über die möglichen Entstehungsgründe für solche "Schlupfwarzen" gesprochen. Die verkürzten Milchdrüsenkanäle können nur operativ getrennt werden. Die Brustwarze wird dann zu einer "hervorstehenden" Variante geformt.

Groß

Viele Menschen stören sich gar nicht an der Form, sondern an der Größe ihrer Brustwarzen. Sollte der Brustwarzenhof als zu groß empfunden werden, kann dies ganz einfach mit einem kleinen Eingriff korrigiert werden. Eine solche Korrektur findet oft im Rahmen einer Brustverkleinerung oder -straffung statt.

Vielfach

Menschen mit mehr als 2 Brustwarzen sind gar nicht so selten, wie man vielleicht glauben würde. Tatsächlich hat einer von 18 Männern eine dritte (oder sogar vierte!) Brustwarze! Oftmals wird diese aber gar nicht als solche erkannt, da dieses Relikt unserer tierischen Vorfahren meistens aussieht wie ein großes Muttermal. Viele Menschen stören sich nicht an ihren zusätzlichen Brustwarzen. Sollte der Wunsch nach einer Entfernung jedoch da sein, kann dies mit einem ganz einfachen, schnellen Eingriff geschehen.

Beim Thema "Brustwarzenkorrektur" denkt man automatisch an die neue Positionierung der Brustwarzen im Rahmen einer Bruststraffung. Das ist zwar tatsächlich die am häufigsten durchgeführte Variante dieses Eingriffs aber noch lange nicht die einzige. Eine Brustwarzenkorrektur kann auch ohne einer Straffung gewollt oder sinnvoll sein. Auch für Männer ist der Eingriff manchmal ein relevantes Thema.

Brustwarzenkorrektur im Zuge einer Straffung

Zu einer Bruststraffung gehört nicht nur die Entfernung von überschüssigem, schlaffen Gewebe. Gleichzeitig mit der eigentlichen Straffung muss nämlich auch die Brustwarze neu "positioniert" werden. Die Brustwarze wird auf der gestrafften Brust nach oben versetzt. So entsteht für ein stimmiges und natürlich wirkendes Bild.

Brustwarzenkorrektur bei Schlupfwarzen

"Schlupfwarzen", auch eingezogenen oder invertierte Brustwarzen genannt, können das ästhetische Empfinden von PatientInnen stören. Dabei handelt es sich nämlich um Brustwarzen, die nicht nach außen, sondern nach innen gewölbt sind. In manchen, extremen Fällen "verschwindet" die Brustwarze sogar hinter der Brust. Gründe für die Entstehung dieser Ausbildung können verkürzte Milchdrüsengänge sein, die die Brustwarze regelrecht "nach innen ziehen". Auch Vernarbungen können der Auslöser für Schlupfwarzen sein. Obwohl nur etwa 3% der Frauen an eingezogenen Brustwarzen leiden, kommt es oft zu Korrekturen. Dies kann sowohl durch die Optik als auch durch die Behinderung beim Stillen begründet sein.

Zu große oder unförmige Brustwarzen

Von diesem "Problem" können nicht nur Frauen betroffen sein. Während beim schönen Geschlecht oft das Verhältnis von Brust- zu Brustwarzengröße als unpassend empfunden wird, können auch Männer unter zu großen oder unförmigen Brustwarzen leiden. Inbesondere wenn eine Gynäkomastie vorliegt, kann es zu geschwollenen, hervorstehenden Brustwarzen kommen, die das ästhetische Empfinden stören. Grundsätzlich sieht aber nicht jede Brustwarze gleich aus. Welche Brustwarzentypen es gibt und was "normal" ist, erfahren Sie in unserem nächsten Blogpost.

In unserem letzten Blogpost haben wir bereits besprochen, welche immensen Vorteile Eigenfett bei der Brustvergrößerung bringen kann. Wenn Sie den Beitrag verpasst haben, dann schauen Sie doch einfach hier vorbei. Ein Lipofilling kann aber noch viel mehr als "nur" für einen pralleren Busen sorgen. Auf welchen anderen Gebieten der Allrounder Eigenfett noch ein Experte ist, erfahren Sie heute.

Eigenfett für das Gesicht

Dass man mit Botox und Hyaluron Gesichtsfalten den Kampf ansagen kann, ist heutzutage den meisten Menschen ein Begriff. Dass Eigenfett jedoch in vielen Fällen eine sehr gute Alternativen zu diesen Klassikern bietet, weiß nicht jeder. Mithilfe von der körpereigenen Substanz können aber nicht nur kleine Fältchen aufgepolstert werden, sondern auch Lippen aufgepolstert oder abgesunkene Wangen oder Schläfen wieder aufgefrischt werden. Der große Vorteil gegenüber anderen Fillern besteht darin, dass das Eigenfett, einmal angewachsen, vom Körper nicht mehr abgebaut wird. Wer sich also dauerhaft volle Lippen oder glatte Haut wünscht, ist mit einem Lipofilling oft gut beraten.

Eigenfett für die Labien

Was sich im ersten Moment vielleicht seltsam anhört, ist eigentlich komplett logisch. Genau wie andere Haut- oder Körperpartien auch, verlieren die Labien im Alter an Spannkraft und Volumen. Die Haut erschlafft und viele Frauen stören sich an dieser Optik. Hier bietet ein Lipofilling ebenfalls Abhilfe. Aus ungewünschten Problemzonen entnommenes Körperfett wird in die äußeren Labien eingebracht. Dadurch werden diese wieder prall und sehen jugendlicher aus. Wie bei allen Lipofillings ist auch hier das Ergebnis dauerhaft, wenn das eingebrachte Fett einmal angewachsen ist.

Eigenfett für die Beine

Nach den bereits besprochenen Regionen könnte vielleicht der Verdacht aufkommen, Lipofillings wären nur etwas für Frauen. Tatsächlich ist aber ein häufig gewünschter Eingriff von Männern eine Aufpolsterung der Waden. Mithilfe eines Lipofillings können hier Ungleichgewichte zwischen Ober- und Unterkörper ausgeglichen werden. Auch eine Vergrößerung des Pos durch körpereigenes Fett wünschen sich viele PatientInnen. 

Eigenfett

Grundsätzlich sind Vergrößerungen wie diese machbar, jedoch mit Risiken verbunden. Ob ein Lipofilling an Po oder Beinen durchgeführt werden kann, muss stets in einem Erstgespräch mit der Patientin/dem Patienten evaluiert werden. Was jedoch fest steht ist: Lipofillings stehen für Natürlichkeit und subtile Veränderungen. Wer sich einen Hintern à la Kim Kardashian wünscht, wird mit Eigenfett nicht weit kommen. 😉

Kennen Sie den japanischen Werbeclip in dem eine Frau ihr lästiges Bauchfett einfach mit den Händen in ihre Brüste schiebt? Wenn nicht, dann sollten Sie ihn sich unbedingt hier ansehen! Das Video hat nicht umsonst so viele Klicks. Schließlich ist es der Traum vieler Frauen das überschüssige Fett von den Problemzonen einfach mit ein paar Handgriffen in Brust, Po oder andere gewünschte Regionen zu "transferieren". Leider ist das mithilfe eines Diät-Shakes, wie im Werbeclip, nicht machbar. Was würden Sie aber sagen, wenn wir Ihnen eine Methode vorstellen, mit der der Traum Wirklichkeit werden kann?

Das Lipofilling

Mithilfe eines Lipofillings (eines Eigenfett-Transfers) ist es nämlich tatsächlich möglich, das Fett aus ungewünschten Regionen zu entnehmen und in andere Körperstellen wieder einzubringen. Was sich fast zu gut anhört um wahr zu sein, ist in der plastischen Chirurgie bereits Routine. Eigenfett kann man so gut wie überall entnehmen und wieder einbringen, wo dies gewollt ist. Am häufigsten entfernt man das Fett aus Bauch, Hüfte und Schenkeln. Das klassische Areal für eine Einbringung des Fettes ist die Brust. Für welche anderen Körperstellen Eigenfett wahre Wunder wirken kann, erfahren Sie im nächsten Blogpost.

Eigenfett

Pralle, volle Brüste - der Traum vieler Frauen

Wie groß kann meine Brust bei der Vergrößerung mit Eigenfett werden?

Eigenfett für eine schöne Brust

Die erste Voraussetzung für ein erfolgreiches Lipofilling in der Brust ist natürlich eine ausreichende Menge an Eigenfett. Des Weiteren sollte sich die Patientin dessen bewusst sein, dass mit einem Eigenfett-Transfer keine so drastischen Ergebnisse erzielt werden können, wie mit Implantaten.

Sind diese Voraussetzungen geklärt, steht dem Eingriff nichts mehr im Wege. Zur Vorbereitung muss die Patientin für 6 Wochen 10 Stunden am Tag einen speziellen Vakuum-BH tragen. Keine Sorge - dies darf auch nachts geschehen. Durch diesen "BRAVA"-BH verstärkt sich die Blutzirkulation und das Brustgewebe dehnt sich aus. Direkt vor der Operation sollte der Vakuum-BH dann 24 Stunden am Tag getragen werden.

Am Tag des Eingriffs saugt man das Fett auf, bereitet es auf und iniziiert es mit Hilfe von dünnen Spritzen in die Brust. Dabei spritzt man das Fett in der Regel sowohl unter die Brüstdrüse als auch direkt unter die Haut.

Natürliche Ergebnisse durch Eigenfett

In der Regel wachsen 30 bis 80% des eingebrachten Fettes nach einem einmaligen Eingriff an. Es kann daher notwendig sein, dass ein Lipofilling für ein optimales Ergebnis noch ein bis zwei Mal wiederholt werden muss. Ist das Fett jedoch einmal angewachsen, bleibt es dauerhaft an dieser Stelle und wird vom Körper nicht mehr abgebaut. Das Ergebnis ist natürlich, unauffällig und vor allem langfristig.

Der Terminus "Lipödem" klingt mit Sicherheit für viele Menschen wie ein Fremdwort. "Reiterhosen" sind den Meisten wahrscheinlich schon eher ein Begriff. Tatsächlich handelt es sich bei beiden Wörtern um Bezeichnungen für ein und das selbe Phänomen. Lipödeme sind Fettverteilungsstörungen, die insbesondere bei Frauen an den Beinen, Hüften oder an den Oberarmen auftreten können. Die Entstehung dieser Störung ist nicht gänzlich geklärt. Fest steht jedenfalls, dass die Erkrankung kein Resultat von Übergewicht ist und in vielen Fällen erblich bedingt ist. Fakt ist außerdem, dass viele (auch sonst schlanke!) Frauen an Lipödemen leiden und oft gar nicht wissen, woher Ihre Symptome kommen.

Es gibt aber einige Symptome, die darauf hinweisen, dass es sich bei hartnäckigen Fettpolstern um Lipödeme handelt:

1. Die Problemzonen widerstehen Diät und Sport

Wenn sich trotz jahrelanger Diät und regelmäßigem Sport rein gar nichts an den betroffenen Stellen verändert, dann ist das ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass es sich bei den Fettpolstern um Lipödeme handelt. Sport und gesunde Ernährung kann Reiterhosen zwar bis zu einem gewissen Grad vorbeugen, vermag aber nicht, diese wieder verschwinden zu lassen. 

Wer einmal unter Lipödemen leidet, kann diese nur auf zwei Arten bekämpfen (mehr dazu im nächsten Blogpost).

2. Die Fettpolster sind symmetrisch

Lipödeme treten immer an beiden Beinen oder beiden Armen gleichzeitig auf. Ist dies nicht der Fall, kann es sich nicht um ein Lipödem handeln, sondern eventuell um ein Lymphödem, welches nur mit konservativen Methoden (Kompressionsstrümpfe, Lymphdrainagen und Bewegungstherapie) behandelt werden kann (mehr dazu im nächsten Blogpost) .

3. Das Stemmer'sche Zeichen ist negativ

Das bedeutet, dass sich über dem zweiten und dritten Zeh oder Finger eine deutliche Hautfalte zu sehen ist und sich auch abheben lässt. Ist das Stemmer'sche Zeichen positiv, kann es sich nicht um ein Lipödem, sondern höchstens um ein Lymphödem handeln.

4. Verstärkte Schwellung über den Tag

Wird die Schwellung der Unterschenkel besonders in der zweiten Tageshälfte stärker, ist das ein deutliches Indiz für ein Lipödem.

5. Druckempfindlichkeit und Schmerzen

Reiterhosen sind empfindlich gegenüber Berührungen und Druck. Besonders im fortgeschrittenen Stadium kann sogar das Tragen von enger Kleidung zur Tortur werden. Achtung: zu enge Kleidung kann die Entstehung eines Lipödems sogar begünstigen!

6. Besenreißer, Blutergüsse, Dellen und Knoten

Besenreißer und blaue Flecken können natürlich auch auf andere Arten entstehen und müssen nicht zwingend mit einem Lipödem zusammenhängen. Sind jedoch auch andere Symptome vorhanden, kann das Auftreten von unschönen blauen Flecken den Verdacht auf ein Lipödem verstärken. Weiche, dellige Haut mit Knötchenbildung ist des Weiteren charakteristisch für ein Lipödem.

Sie leiden unter allen oder vielen der aufgelisteten Symptome und haben den Verdacht, unter einem Lipödem zu leiden? Dann lesen Sie in unserem nächsten Blogpost, wie man ein Lipödem erfolgreich behandeln kann.

Ein Facelift ohne Skalpell - klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es aber nicht! Eine Gesichtsstraffung ohne Operation ist tatsächlich möglich: Dank dem Fadenlifting! Mithilfe dieser innovativen Methode werden kleinere, störende Fältchen im Gesicht nämlich schnell und einfach beseitigt. Das Fadenlifting zaubert im Handumdrehen ein strafferes, jüngeres Aussehen. Hängende Mundwinkel und Hamsterbäckchen gehören damit endlich der Vergangenheit an. Je nach Voraussetzungen kann ein Fadenlifting sogar um bis zu 10 Jahre jünger wirken lassen!

Wie funktioniert das Fadenlifting?

Bei einem Fadenlifting werden im Gesicht 4 bis 6 hauchdünne Fäden unter der Haut eingebracht. Mithilfe dieser Fäden wird das Gesicht behutsam und schonend gestrafft. Die Fäden lösen sich nach einiger Zeit von selbst auf und an ihre Stelle tritt ein festeres, strapazierbares Bindegewebe. Das Ergebnis ist absolut natürlich und dezent und wird im Gegenteil zu einem Facelift, teilweise bereits gleich nach der Behandlung ersichtlich. Nach zwei bis drei Wochen ist dann schon das vollständige Ergebnis zu bewundern. Ein großer Vorteil der Behandlung ist, dass sich schon nach kurzer Zeit nicht mehr feststellen lässt, dass die Behandlung je stattgefunden hat. Es treten (im Regelfall) keinerlei Schwellungen, Blutungen oder Hämatome auf. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Behandlung ambulant, mit lokaler Betäubung durchgeführt wird und nur in etwa eine halbe Stunde dauert.

Fadenlifting

Wo ist der Haken?

Ganz einfach, es gibt keinen! Das Fadenlift ist risikoarm und für den Großteil der PatientInnen zwischen 30 und 50 mit leichter bis mittelschwerer Faltenbildung ideal geeignet. Einzig bei sehr stark erschlafftem Gewebe kann es sein, dass ein operatives Lifting die einzige Möglichkeit ist, um eine Straffung herzustellen. Auch für PatientInnen, die sich ein dauerhaftes Ergebnis wünschen, ist ein Facelift vielleicht die bessere Wahl. Das Fadenlifting weist nämlich eine Haltbarkeit von bis zu zwei Jahren auf. Ob ein Fadenlifting im Einzelfall in Frage kommt, kann am besten im Erstgespräch mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt geklärt werden.

Die Schamlippenkorrektur​ (auch Labienkorrektur oder Labioplastik genannt) ist einer der am häufigsten durchgeführten Eingriffe in unserer Ordination. Rund um das Thema Schamlippenkorrektur kursieren aber auch etliche Gerüchte und Vorurteile. Grund genug, die "boomende" Operation ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Was ist dran an der Panikmache? Welche Risiken gibt es wirklich? Welche Vorurteile sind berechtigt? Wir haben das Internet durchforstet und räumen mit den häufigsten Vorurteilen auf.

1. "Da geht es doch nur um die Optik."

Falsch gedacht! Schamlippenkorrekturen können auch medizinische Gründe haben. Wenn die inneren Schamlippen über die äußeren herausstehen, kann das nämlich beim Sport und beim Sex sehr hinderlich bis sogar schmerzhaft sein. Die Größe der Schamlippen kann bereits bei der Geburt vorgegeben sein oder sich durch diverse Faktoren wie Geburten verändern.

Selbst wenn es "nur um die Optik" ginge, wäre das ein völlig legitimer Grund, eine Schamlippenkorrektur durchführen zu lassen. Jede Frau hat das Recht, sich in ihrem Körper wohl zu fühlen und diesen nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Nicht nur körperliches, sondern auch seelisches Leid sollte immer ein ausreichender Grund für eine Veränderung sein.

2. "Dabei wird sicher leicht etwas zerstört."

Die Sorge, dass die erogenen Zonen der Frau und damit die Libido durch einen chirurgischen Eingriff in der Intimregion beeinträchtigt werden, ist durchaus naheliegend. Auch in diesem Fall muss aber differenziert werden.

Es stimmt, dass die Schamlippen und die Klitoris eine Einheit bilden. Sind die Schamlippen vergrößert, gilt das meistens auch für den Klitorismantel. Daher muss bei der Schamlippenkorrektur sehr präzise vorgegangen werden, um die Klitoris nicht zu beschädigen. Es ist folglich umso wichtiger, sich bei einem solchen Eingriff an eine/n erfahrene/n und geübte/n Chirurg/in zu wenden.

Die Schamlippenkorrektur​

3. "Die Schmerzen sind bestimmt höllisch!"

Eine Schamlippenkorrektur ist ein chirurgischer Eingriff und ist daher mit Schmerzen verbunden, dabei gibt es nichts zu beschönigen. Viele Menschen glauben aber, dass die Schmerzen bei einer Schamlippenkorrektur aufgrund der empfindlichen und gut durchbluteten Stelle unerträglich sein müssen. Das ist nicht der Fall! Die Schmerzen nach einer Schamlippenkorrektur lassen sich wie bei allen anderen Operationen mit Schmerzmitteln und der richtigen Nachsorge sehr gut in den Griff bekommen. Viele Frauen beschreiben das Gefühl nach der Operation eher mit einem "Wundsein".

4. "​​Die Schamlippenkorrektur geht nicht ohne OP und Anästhesie."

Eine Korrektur der inneren Schamlippen ist tatsächlich nur chirurgisch möglich. Da es sich aber um einen "kleineren" Eingriff handelt, wird dieser aber meist bei lokaler Betäubung durchgeführt und nur auf Wunsch in Anästhesie.

Wenn das Problem darin besteht, dass die äußeren die inneren Schamlippen nicht bedecken, dann kann auch ohne Skalpell nachgeholfen werden. In diesem Fall wird ein "Lipofilling" durchgeführt, also eine Einbringung von Eigenfett in die äußeren Schamlippen. Somit ist die Behandlung mit weniger Schmerzen verbunden und es kann mit einer kürzeren Rekonvaleszenz (Genesung) gerechnet werden.

Viele glauben, dass bei einer Labienkorrektur (auch Schamlippenkorrektur) einfach "das Überschüssige" abgeschnitten wird und fertig. Ganz so einfach ist das aber nicht. Eine Labienkorrektur ist zwar kein komplexer Eingriff, aber genauso wie die Ausprägungen der Labien selber, variieren auch die Möglichkeiten der Korrektur.

Korrektur der inneren Schamlippen

Die am häufigsten durchgeführte Labienkorrektur ist die der inneren Schamlippen. Bei vielen Frauen stehen diese über die äußeren Schamlippen hinaus und werden entweder optisch oder beim Sport und Sex als störend empfunden. Bei der Verkleinerung der inneren Schamlippen wird ein Stück der überschüssigen Haut chirurgisch entfernt. 

Labienkorrektur

Dieser Eingriff dauert im Regelfall nicht länger als 1 1/2 bis 2 Stunden und kann in lokaler Betäubung durchgeführt werden. Sie können bereits kurze Zeit nach der Operation wieder nachhause gehen und sind nach etwa einer halben Woche wieder arbeitsfähig (in sitzenden Berufen). Nach nur 6 Wochen dürfen Sie schon wieder uneingeschränkt Sport treiben und Sex haben.

Korrektur der äußeren Schamlippen

Auch die äußeren Schamlippen können verkleinert werden, wenn dies gewünscht ist. In den meisten Fällen ist jedoch eine Vergrößerung der äußeren Labien gewünscht damit diese die inneren bedecken. Zu diesem Zweck wird körpereigenes Fett im Rahmen eines Lipofillings in die Labien eingespritzt. Das Fett wird hierfür aus einem ungewünschten Fettdepot (z.B. an Bauch, Po oder Oberschenkeln) entnommen und dann für die Einbringung aufbereitet. Nachdem es sich bei dieser Behandlung eigentlich um zwei Eingriffe handelt, muss auch mit einer längeren Dauer gerechnet werden. Im Gegenzug ist aber auch die Rekonvaleszenszeit (also die Zeit der Genesung) bei einem Lipofilling kürzer als bei einem chirurgischen Eingriff.

Labienkorrektur: Kombination aus beiden Eingriffen

Selbstverständlich ist auch eine Kombination aus beiden Eingriffen möglich. In diesem Fall sollte aber zwischen der Korrektur der inneren und äußeren Labien ein Zeitabstand von mindestens 6 Monaten eingehalten werden.

Art des Eingriffs

Vorteile

Nachteile

Chirurgischer Eingriff

  • Geringere Kosten
  • Dauerhaftes Ergebnis
  • Auch für die inneren Labien
  • Chirurgischer Eingriff
  • Rekonvaleszenszeit bis zu 6 Wochen
  • Narbenbildung

Lipofilling (Eigenfett)

  • Natürliches Material
  • kein chirurgischer Eingriff
  • geringe Rekonvaleszenz
  • Fettabsaugung notwendig
  • Evtl. nicht dauerhaft
  • Evtl. neue Kosten für Nachspritzen