Vielleicht haben Sie aufgrund unseres vorherigen Beitrags den Verdacht unter einem Lipödem zu leiden. Oder vielleicht wurde Ihnen bereits von einem Arzt die Diagnose "Lipödem" gestellt. In jedem Fall fragen Sie sich jetzt bestimmt, was Sie gegen ihre Reiterhosen tun können. Die gute Nachricht ist, dass Sie etwas tun können. Die schlechte Nachricht ist, dass Sport und gesunde Ernährung hier nichts mehr ausrichten können.

Es gibt konkret zwei Behandlungsmethoden, um Lipödeme zu behandeln, die jeweils Vor- und Nachteile mit sich bringen:

Konservative Methode

Bei der konservativen Behandlungsmethode wird mithilfe von Kompressionsstrümpfen, Entstauungstherapie oder Lymphdrainagen gearbeitet. Der eindeutige Vorteil dieser Methode ist, dass die Krankenkasse hier die Kosten übernimmt. Allerdings muss man sich dessen bewusst sein, dass die konservative Behandlung sehr langwierig sein kann.

In manchen Fällen bringt sie nur wenig bis gar keine Linderung der Symptome und Beschwerden. Die Kompressionsstrümpfe sollten an mindestens drei Tagen pro Woche und während des Sports getragen werden, was sehr hinderlich und unangenehm sein kann. Auch die Lymphdrainage muss oft mehrmals wiederholt werden und garantiert kein sichtbares Ergebnis. Bei der Entstauungstherapie handelt es sich um eine Kombination der beiden bereits genannten Maßnahmen und einer Bewegungstherapie.

Operative Methode

Wer seine Reiterhosen ein für alle mal loswerden möchte, der sollte sich für die operative Methode entscheiden. Hier entfernt man das Lipödem anhand einer Lipsuktion (Fettabsaugung). Einziger Nachteil dieser Methode ist es, dass sie nicht in allen Fällen von der Krankenkasse übernommen wird. Abgesehen davon, ist eine Fettabsaugung der schnellste und sicherste Weg, um Reiterhosen garantiert von der Sorgenliste streichen zu können. Eine Fettabsaugung kann bei der Diagnose Lipödem eine enorme physische und psychische Erleichterung bringen, die konservative Methoden allein nicht bieten können.

Um ein optimales Ergebnis zu erhalten, sollte man kurz vor dem Eingriff eine Lymphdrainage durchführen. Nach der OP ist für vier Wochen das Tragen von Kompressionsstrümpfen erforderlich. Nach Beendigung dieses Zeitraums ist in den meisten Fällen keine weitere Behandlung notwendig und es stellt sich eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität ein.