Jeder hat sie zumindest schon einmal gehört: Ausdrücke wie "Schlauchbootlippen", "Silikonlippen" oder "Botoxlippen". Doch woher kommen diese Bezeichnungen, die oft mit den Schmollmündern von Celebrities à la Kylie Jenner in Verbindung gebracht werden? Und führt das Aufspritzen der Lippen immer unweigerlich zu einem künstlichen Look?

Fragwürdige Methoden

Zu Beginn müssen erst einmal einige Begriffe definiert werden. Denn wer heutzutage von "Silikonlippen" spricht, meint unter Umständen etwas ganz anderes. Während dauerhafte Filler auf Silikonölbasis früher durchaus verwendet wurden und sich auch an der einen oder anderen Frau noch "bewundern" lassen, ist man mittlerweile von dieser Methode zur Gänze abgekommen. Die Verwendung von Silikon hat nämlich nicht nur einen Nachteil.

Lippen mit Silikonöl-Fillern

Das Silikon kann die Lippen nicht nur schnell künstlich wirken lassen, sondern birgt auch gesundheitliche Risiken! Bei der Verwendung dieses Materials kann es zu schmerzhafter und unschöner Knötchenbildung kommen, die sich auch nicht mehr reversieren lässt. Wer also in Erwägung zieht, sich im Ausland zum "Sonderpreis" die Lippen mit Silikon behandeln zu lassen, sollte sich das wirklich zweimal überlegen.

Ein weiterer Nachteil der Silikon-Methode ist, dass das Ergebnis permanent ist. Wenn es zu künstlich wirkt oder nicht gefällt (egal ob sofort oder nach ein paar Jahren), gibt es kein "Zurück".

Botox für die Lippen?

Der Begriff "Botoxlippen" hingegen, ist nicht einfach nur veraltet, sondern schlichtweg falsch. Kein seriöser Arzt würde jemals auf die Idee kommen, Botox direkt in die Lippen zu initiieren! Der Wirkstoff hat nämlich keine aufpolsternde, sondern nur eine muskelentspannende Wirkung, die sich zur Behandlung von Falten besonders gut eignet. Das Einbringen von Botox in die Lippen würde diese also nicht etwa vergrößern, sondern sie erschlaffen lassen und somit zu einem grotesken und unschönen Ergebnis führen.

Lippen mit Hyaluronsäure-Fillern

Einzig bei der sogenannten "Lip-Flip"-Technik wird Botox zur Verschönerung der Lippen eingesetzt. Hierbei geht es aber nicht etwa um einen Volumenzuwachs, sondern darum, dass die Lippe auch im entspannten Zustand nach außen rotiert und somit eine schönere Form zaubert. Aber auch bei dieser Methode ist Vorsicht geboten, denn auch sie kann bei zu häufiger Anwendung zu einem Verlust an Beweglichkeit und Natürlichkeit führen.

Was ist also die Alternative?

Die Methode, die sich bisher mit großem Abstand hervorgetan hat, ist die Vergrößerung der Lippen mit Hyaluronsäure-Fillern. Hyaluronsäure boomt und das zurecht! Die körpereigene Substanz polstert Fältchen spielerisch auf und kommt deswegen neben der Faltenunterspritzung mittlerweile auch in Gesichtscremes und Bodylotions zum Einsatz. Der große Vorteil gegenüber veralteten Wirkstoffen wie Silikonöl ist, dass die Hyaluronsäure vom Körper nach ein paar Monaten abgebaut wird. Dadurch kann immer wieder nachgebessert und die Hyaluronsäure sogar gänzlich aufgelöst werden, wenn der Geschmack sich einmal wieder ändern sollte.

Auch die "Keyhole-Pout" Methode, die für einen besonders schönen Schmollmund sorgt, kann nur mit Hyaluronsäure-Fillern angewendet werden. Hierbei wird die Mitte der Lippen während des Unterspritzens mit einem Faden "eingedrückt", wodurch eine besonders ästhetische Wölbung entsteht. 

Mit Hyaluron-Fillern ist man also in jedem Fall bestens beraten. Die Behandlung ist risikoarm, das Ergebnis wird natürlich und man braucht keine Angst zu haben, etwa eine "dicke Lippe zu riskieren". 😉