Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass das Risiko einer Kapselfibrose nach einer Brustvergrößerung bei 2 bis 15% liegt. Dieser Prozentsatz klingt auf den ersten Blick erschreckend hoch. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass Kapselfibrosen das Resultat vieler verschiedener Faktoren sind. Um Ihnen einen Einblick in die Materie zu geben, haben wir die wissenwertesten Fakten zum Thema gesammelt.

Was ist eine Kapselfibrose?

Bei einer Kapselfibrose bildet sich rund um das Brustimplantat eine dünne Bindegewebsschicht. Das ist eine völlig normale Reaktion des Körpers auf den Fremdkörper. In vielen Fällen bleibt diese Immunreaktion sogar vollkommen unbemerkt und schränkt die Trägerin nicht ein. Manchmal verdickt sich die Bindegewebsschicht aber zunehmend und sorgt für Schmerzen und Spannungen. Weiterhin kommt es manchmal auch zu Verformungen der Implantate. In der Regel treten solche Komplikationen innerhalb des ersten Jahres nach der OP auf. Falls es zu einem derartigen Stadium der Kapselfibrose kommt, sollte man die betroffenen Implantate wechseln oder entfernen.

Was sind die Risikofaktoren?

Keine Frau sollte sich aus Angst vor einer Kapselfibrose von dem Herzenswunsch einer Brustvergrößerung abbringen lassen. Tatsächlich ist das Risiko nämlich nicht bei jeder Patientin gleich hoch. Die Positionierung der Implantate kann bereits einen großen Unterschied machen. Studien haben ergeben, dass 70% aller Kapselfibrosen bei Platzierung der Implantate über dem Brustmuskel entstanden sind. Entscheidet man sich also dafür, dass die Implantate unter dem Muskel liegen sollen, kann man das Risiko um einiges minimieren.

Durch neue Implantatoberflächen und Operationstechniken kann man die Gefahr einer Kapselbildung ebenfalls minimieren. Auch die Sorgfalt der ChirurgInnen bei der OP hat einen großen Einfluss. Blutergüsse und Schwellungen, die bei der Operation entstehen, begünstigen eine Kapselfibrose.

Wie kann man eine Kapselfibrose vermeiden?

Auch die Patientin selber kann einiges tun, um das Risiko für eine Kapselfibrose zu minimieren. Die richtige Nachsorge macht einen großen Unterschied. Der Kompressions-BH muss ausreichend lange getragen und auf Sport und Rauchen verzichtet werden. Wenn man die Brust schont, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Kapselfibrose deutlich geringer.

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