Immer mehr Menschen bestellen sich Filler im Internet und unterspritzen sich selbst oder Bekannte mit Hyaluronsäure. Was sich anhört, wie eine Boulevard-Nachricht, ist leider traurige Realität.

Seit einiger Zeit kann man auf Verkaufs-Webseiten wie Amazon Filler mit hochkonzentrierter  Hyaluronsäure und die dazu passenden Spritzen kaufen. Zu Spottpreisen werden die medizinischen Produkte dort angeboten. Abnehmer_innen gibt es zur Genüge. Käufer_innen glauben, sich Geld und Zeit sparen zu können, indem sie sich den Gang zu Plastischen Chirurg_innen ersparen. Dass es sich dabei um einen gefährlichen Trugschluss handelt, wird schnell klar.

Gefährliche Selbstexperimente

Wer glaubt, dass für eine Unterspritzung keine besonderen Kenntnisse nötig sind, irrt sich gewaltig. Nicht ohne Grund, unterlaufen Plastische Chirurg_innen einer jahrelangen Ausbildung mit hohem Praxisanteil. Die Anatomie des menschlichen Gesichtes ist äußerst komplex. Will man etwas daran verändert, braucht es das nötige Know-how und ausreichend Erfahrung. Wenn man ohne Rücksicht auf Verluste Hyaluron unter die Haut spritzt, kann man dabei einiges falsch machen. Schlecht gespritzte Filler können zu irreversiblen Schäden führen. In den schlimmsten Fällen, können Teile der Haut sogar absterben.

Filler-Qualität geht vor

Nicht nur das Unterspritzen ist aber bei selbst gekauften Fillern ein Problem. Auch die Hyaluronsäure selbst, die im Internet frei verkäuflich ist, ist von minderwertiger Qualität. Sparfüchse fallen oft darauf rein, dass auf Verkaufsplattformen bekannte Präparate wie Resytlane oder Juvederm angeboten werden. Nach Aussage der Herstellerfirmen werden diese Produkte aber gar nicht frei verkäuflich über das Internet vertrieben. Sie werden ausschließlich an Arztpraxen weiterverkauft. Ergo müssen die Präparate auf Amazon und Co. gestohlen oder nachgemacht worden sein. Handelt es sich um Fake-Produkte kommt noch ein Risikofaktor hinzu. Denn was in diesen billig nachgemachten Fillern tatsächlich enthalten ist, weiß niemand. 

Sicherheit ist bei Fillern das A und O

Bei näherer Betrachtung wird schnell klar, dass Fake-Filler für absolut niemanden eine Option sein sollten. Wer sie benutzt riskiert die eigene Gesundheit und spart sich damit auf längere Sicht genau gar nichts. Um die Folgen einer schiefgegangenen Behandlung wieder auszubügeln, sind nämlich oft unzählige Gänge zu Plastischen Chirurg_innen notwendig. Eine professionelle und umsichtig durchgeführte Unterspritzung hat nicht ohne Grund ihren Preis. Der eigene Körper ist nicht der richtige Ort, um zu sparen.