Die Brustvergrößerung mit Implantaten gehört zu den beliebtesten Schönheitsoperationen weltweit. Der Großteil der Patientinnen ist nach diesem Eingriff auch sehr zufrieden, jedoch entscheiden sich immer wieder Frauen dazu, ihre Brustimplantate entfernen zu lassen.
Was die Gründe für diese Entscheidung sind und wie dieser Eingriff abläuft erfahren Sie im heutigen Blogpost!

Die Gründe für die Entfernung von Brustimplantaten

Während in der Vergangenheit den Patientinnen nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten geraten wurden, diese nach einer gewissen Zeit zu wechseln, weisen die nunmehr verwendeten, modernen Silikonimplantate eine sehr hohe Haltbarkeit auf. Dennoch kommt bei einigen Patientinnen der Wunsch nach einem Wechsel oder einer Entfernung der Implantate auf. Die Gründe reichen hier von einem Wechsel des eigenen Schönheitsideals bist zur gesundheitlichen Notwendigkeit. Im Folgenden werden wir daher zwischen medizinischen und ästhetischen Gründen unterscheiden.

Entfernung der Brustimplantate aus medizinischen Gründen

Auch bei modernen und zertifizierten Silikonimplantaten können Komplikationen auftreten, die eine Folgeoperation oder eine Entfernung des Implantates notwendig machen.

Kapselfibrose

Die häufigste Komplikation nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten ist eine Kapselfibrose. Es ist eine ganz normale und natürliche Reaktion des Körpers, eine dünne Schicht aus Bindegewebe um das eingesetzte Implantat zu bilden. In wenigen Fällen verdickt und verhärtet sich diese Kapsel jedoch. Während davon anfangs noch wenig zu merken ist, kann sich die Kapsel im Laufe der Zeit immer weiter verdicken und zusammenziehen. 

Die Folgen reichen von einer anfänglichen Verhärtung und Unbeweglichkeit der Brust über eine Lageveränderung des Implantats bis zu einer starken Verformung der Brust. Dazu kommen Schmerzen, die mit einer zunehmenden Ausprägung der Kapselfibrose immer stärker werden. Zwar geht von einer Kapselfibrose keine ernsthafte Gefährdung Ihrer Gesundheit aus, jedoch sind die sichtbaren Verformungen und unangenehmen Schmerzen durchaus ein Grund, das Implantat operativ entfernen zu lassen. Auch wenn die Kapselfibrose die häufigste Komplikation ist, tritt sie insgesamt dennoch selten auf!

Implantatruptur

Ein weiterer Grund für die Entfernung der Brustimplantate kann in defektes oder beschädigtes Implantat sein. Man spricht von einer Implantatruptur, wenn in der Implantathülle ein Riss oder ein Loch entsteht. Dies ist vor allem bei den Implantaten der älteren Generation der Fall, aber auch für moderne Implantate gibt es keine 100%-ige Sicherheit vor einer Ruptur. Zwar können diese modernen Implantate nicht "platzen" oder "auslaufen" wie es vor allem bei den früher verwendeten Silikon- oder Kochsalzimplantaten der Fall war, denn die Füllung der neuen Modelle besteht aus einem sehr dicht vernetzten, hoch kohäsiven Silikongel.
Eine Beschädigung des Implantats kann zum Beispiel durch einen schweren Schlag oder anderen äußeren Einwirkungen entstehen, oder auch bereits durch eine Beschädigung durch ein chirurgisches Instrument während der Operation. Darüber hinaus stellt der ausgeübte Druck einer Kapselfibrose einen Risikofaktor für eine Implantatruptur dar. Eine Beschädigung am Implantat kann in den meisten Fällen durch ein MRT festgestellt werden.
Sobald Silikongel an die Oberfläche gelangt, reagiert der Körper darauf. Oft kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung (Serom), was mit einer Vergrößerung der Brust einhergeht. Auch leicht entzündliche Reaktionen wie Rötungen Verhärtungen sind möglich. In jedem Fall sollten Sie bei Schmerzen, Formveränderungen oder tastbaren Knoten Ihre Chirurgin oder Ihren Chirurgen zur Abklärung aufsuchen. 

Breast-Implant-Illness

Vereinzelt berichten PatientInnen nach einer Brustvergrößerung mit Silikon über eine Reihe von Symptomen wie Müdigkeit, chronische Schmerzen, Hautreaktionen und wiederkehrenden Infekten. Dieses Krankheitsbild wird unter anderem als "Breast-Implant-Illness" oder auf Deutsch "Brustimplantatkrankheit" bezeichnet. Bislang konnte aber keine wissenschaftliche Studie einen Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und den genannten Symptomen herstellen, wodurch die Breast-Implant-Ilness von der WHO auch nicht offiziell als Krankheit anerkannt wird. Ein Zusammenhang darf dennoch nicht ausgeschlossen werden, zumal die Beschwerden meist abklingen, nachdem die Implantate entfernt wurde. ForscherInnen sind gemeinsam mit Aufsichtsbehörden weltweit bemüht, weiterhin Daten zu sammeln und zu analysieren um Zusammenhänge und Ursprung des Symptomenkomplexes zu verstehen.

Entfernung der Brustimplantate aus ästhetischen Gründen

Immer wieder entscheiden sich Frauen dazu, ihre Brustimplantate entfernen zu lassen - zum einen, weil sich das eigene Schönheitsideal ändert, zum anderen, weil sich der eigene Körper ändert.

Der Wunsch nach kleineren Brüsten oder mehr Natürlichkeit

Natürlich kann es vorkommen, dass sich das eigene Schönheitsideal wandelt und PatientInnen sich nach einiger Zeit doch wieder eine kleinere Oberweite wünschen. Wichtig zu bedenken ist auch, dass sich Körperproportionen und Brustgröße im Laufe des Lebens aufgrund hormoneller Schwankungen oder einer Gewichtszunahme ändern können. Das kann dazu führen, dass Silikonimplantate überflüssig oder gar störend werden. Genauso kann eine starke Abnahme der Grund dafür sein, dass die Silikonimplantate zu mächtig für einen zierlichen Körper werden.

Auch wenn durch anatomischen Silikonimplantaten und die richtige Operationsmethode durchaus ein natürliches und harmonisches Ergebnis erzielt werden kann, unterscheidet sich die Haptik von Brüsten die nur aus Fett- und Drüsengewebe bestehen. Dieser Faktor kann ebenso ein Grund sein, die Brustimplantate entfernen lassen zu wollen.

Veränderung des Brustgewebes

Wie zuvor erwähnt, unterliegt das Brustgewebe häufig hormonellen Schwankungen. Besonders die Volumenzunahme während einer Schwangerschaft kann zu einer anschließenden Überdehnung der Haut führen, aber auch altersbedingt kann eine solche Erschlaffung auftreten. Schließlich darf nicht vergessen werden, dass das Gewebe mit den Jahren an Spannkraft und Elastizität verliert. Diese Gegebenheit kann dazu führen, dass die anfangs schöne, straffe Form der operierten Brüste nicht erhalten bleibt und eine hängende Brust entsteht. Gleitet das eigene Brustgewebe über das Brustimplantat hinab, wird auch von einer "Waterfall Deformity" gesprochen. Eine Folge davon ist auch, dass die Brustwarze nach unten gerichtet und das Brustimplantat im oberen Bereich erkennbar ist. Dieses Erscheinungsbild ist für Betroffene meist sehr belastend, zumal diese Situation sehr unnatürlich wirkt.

Dislokation der Implantate

Tatsächlich kann es, wenn auch nur selten, vorkommen, dass Brustimplantate verrutschen. Mögliche Lageveränderungen sind entlang der Längs- oder Querachse, sowie eine Rotation im oder gegen den Uhrzeigersinn. Letztere Lageveränderung ist nur bei tropfenförmigen, sogenannten anatomischen Silikonimplantaten optisch wahrnehmbar.
Verrutscht ein Implantat, leidet die Optik natürlich darunter. Sitzen die Silikonkissen nicht an der vorgesehenen Stelle, sieht die Form der Brüste nämlich schnell unnatürlich aus. Darüber hinaus kann die Dislokation in manchen Fällen auch nur ein Implantat betreffen, wodurch zusätzlich eine Asymmetrie entsteht.
Mit der richtigen Operationstechnik kann das Risiko einer Dislokation deutlich gemindert, wenn auch nicht gänzlich vermieden werden. Damit das Silikonkissen optimal mit dem umliegenden Gewebe verwächst, muss bei der Operation die Implantattasche sorgfältig angelegt werden, um dem Implantat den nötigen Halt zu geben. Da frisch eingesetzte Brustimplantate kurz nach der Operation noch nicht fest und stabil in der Brust liegen, ist die Patientin auch dazu angehalten, die Anweisungen der Chirurgin oder des Chirurgen zu befolgen und sämtliche Belastung des Brustmuskels zu vermeiden. Nur durch die Schonung des operierten Bereichs kann das ordnungsgemäße Einwachsen der Implantate gewährleistet werden.

Die Entfernung der Brustimplantate

Je nachdem, welcher der aufgezählten Gründe zutrifft, wird sich auch die Behandlungsmethode unterscheiden. Manche PatientInnen wollen das alte Implantat nicht nur entfernen, sondern dieses durch ein neues austauschen, andere Patientinnen wiederum haben "mit dem Silikon abgeschlossen".
Wir werden in diesem Blogpost auf die Entfernung des Implantats und der Rekonstruktion der Brust eingehen.

Entfernung der Brustimplantate ohne Straffung

Handelt es sich um eher kleine Brustimplantate und verfügt die Patientin über ein recht straffes Brustgewebe, kann das Implantat ohne zusätzliche Straffung entfernt und dennoch ein schönes Ergebnis erzielt werden. Die Entnahme des Implantats erfolgt durch denselben Schnitt in der Unterbrustfalte an jener Stelle, über den das Implantat eingesetzt wurde.
Durch eine Eigenfetttransplantation kann auch ohne Implantat die Brust etwas "unterfüttert" und der Volumenverlust teilweise ausgeglichen werden. Ein großer Vorteil ist hier, dass keine zusätzlichen Narben entstehen. 

Entfernung der Brustimplantate mit zusätzlicher Straffung

In jenen Fällen, in denen das Brustgewebe stark erschlafft ist, oder sehr große Brustimplantate verwendet wurden, ist häufig eine zusätzliche Straffung des Gewebes notwendig. In diesem Fall wird einerseits das abgesunkene Gewebe angehoben, die Brust geformt und die überdehnte Hautmantel verkleinert, sowie die Brustwarze neu positioniert. Durch diese Technik kann die Brust auch ohne Implantat geformt werden. Ebenso kann die Brustgröße reduziert werden, sollte dies der Wunsch der Patientin sein. Durch diesen Eingriff entstehen zusätzlich zur horizontalen Narbe eine vertikale und eine Narbe rund um die Brustwarze. Selbstverständlich kann auch in diesem Fall eine zusätzliche Eigenfetttransplantation durchgeführt werden, um verlorenes Volumen zu ersetzen. 

Fazit

Glücklicherweise ist ein Großteil der Patientinnen nach einer Brustvergrößerung zufrieden und beschwerdefrei. Dennoch ist es wichtig, auch über Probleme und mögliche Komplikationen zu berichten und Lösungsmöglichkeiten anzubieten. Transparenz hat für uns Priorität und deshalb sollte man bereits im ersten ersten Informationsgespräch auch über Spätfolgen und Langzeitergebnisse aufklären. 

Sollten Sie Sorge haben, dass mit Ihren Implantaten etwas nicht in Ordnung ist, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, bzw. Ihren Arzt. 
Wenn Sie mit der Größe oder Form Ihrer Brust nicht mehr zufrieden sind, oder sollten Sie gar schon die Entscheidung getroffen haben, Ihre Implantate entfernen lassen zu wollen, besprechen Sie die weiteren Möglichkeiten mit einer plastischen Chirurgin, bzw. einen plastischen Chirurgen Ihres Vertrauens.
Gerne vereinbaren wir auch einen Termin für Sie bei uns in der Ordination, um sie zu Ihrem Anliegen zu beraten und eine optimale Lösung für Sie zu finden!

Brauche ich eine OP?

Makellose Schönheit, ein perfekter Körper – das wünschen wir uns doch alle. Der Traum von der ewigen Jugend ist mittlerweile nicht nur mehr für die reiche Oberschicht erschwinglich. Einen chirurgischen Eingriff kann sich auch der Normalo von nebenan leisten.
Aber wer eine Schönheitsoperation plant, sollte sich vorab gründlich informieren. Ist eine OP sinnvoll?

Neben Brustvergrößerungen, Fettabsaugungen, Lid- und Nasenkorrekturen stehen vor allem auch kleinere Eingriffe wie Botoxbehandlungen aber auch Eingriffe im Intimbereich hoch im Trend. Noch legen sich für die Mehrheit aller Eingriffe Frauen unters Messer. Auch die bei Männern geht der Boom nicht spurlos vorbei. Die Anzahl der Eingriffe an Männern steigt stetig von Jahr zu Jahr.  

Ohne jede Frage kann die plastische Chirurgie bei Brandopfern und entstellten Personen große Hilfe bei der Heilung und auch Wiederherstellung leisten. Aber ob eine junge, hübsche Frau eine größere Oberweite braucht, ist immer Abwägungssache.

Hilfestellung zur Selbsteinschätzung

Wenn Sie beispielsweise unter Rückenbeschwerden aufgrund einer sehr großen Brust leiden, stellt sich eigentlich nicht die Frage, wie sinnvoll eine Operation ist. Ihre Beschwerden können durch einen Eingriff reduziert und vielleicht sogar ganz behoben werden.

Manche Missstände führen auch zu einem Minderwertigkeitskomplex und sozialen Rückzug. Kann eine Operation Ihnen wieder helfen, Ihre Selbstwertgefühl zu steigern und Sie somit aus Ihrer Höhle locken? Dann kann man schon ernsthaft über eine chirurgische „Aufbesserung“ nachdenken.

Aber Achtung!

Einige werden durch die Verbesserung des Lebensgefühls auch zum Wiederholungstäter. Ist einmal eine Korrektur gemacht worden, kann man immer wieder neue Makel entdecken. Hat die Brust jetzt die richtige Größe, aber das kleine Bäuchlein fällt Ihnen jetzt mehr ins Auge? Wäre man glücklicher, wenn diese auch weg wäre?

Risiko nicht ausgeschlossen

Plastisch-chirurgische Eingriffe stehen bei den ausgebildeten Ärzten an der Tagesordnung und sind Routine. Aber eine Operation ist halt immer noch eine Operation und bringt Risiken mit sich.

Die üblichen Schmerzen nach dem Eingriff und Narben sind obligatorisch. Jedoch hat jeder 5. Patient unschönere Nebenwirkungen. Entzündungen, schlechte Narbenbildung oder doch nicht das erwartete Ergebnis? Leider ist nichts davon ausgeschlossen.

OP sinnvoll?

Diese Frage können Sie sich nur selbst beantworten. Reden Sie auch offen beim Beratungsgespräch mit Ihrem Arzt. Erklären Sie Ihre Wünsche, Erwartungen aber auch Bedenken. So können Sie nach einer umfassenden Aufklärung auch für sich entscheiden, ob dies für Sie der richtige Weg ist.

Ihr Arzt soll Ihnen auch Möglichkeiten und unterschiedliche Herangehensweisen bieten, um eine gute Entscheidung für sich finden zu können. Wegen Sie ab, ob eine OP sinnvoll ist.
Wichtig - seien Sie ehrlich zu sich, setzen Sie sich realistische Ziele und wegen Sie alle Kriterien für sich ab. So finden Sie zu Ihrem Glück!

sinvoll zur Perfektion
Sinnlicher Frauenbauch mit Blüte

Die Fettabsaugung zählt zu den Top 5 beliebtesten Schönheitsoperationen. Doch viele Laien gehen davon aus, mit einer Liposuktion vor allem abnehmen zu können. Diesem Irrtum wollen wir hier auf den Grund gehen.

Die Fettabsaugung – die Lösung aller Probleme?

Viele glauben, mit der Fettabsaugung abnehmen zu können. Leider ist das ein Irrtum.

Sie haben sich durch Diäten gekämpft. Haben viel Sport getrieben. Aber ein paar lästige Kilos sind an bestimmten Stellen immer noch zu sehen. Diese können mit Hilfe einer Liposuktion korrigiert werden. Die Silhouette wird noch etwas stärker herausgearbeitet. Eine starke Gewichtsabnahme ist so aber leider nicht möglich.

Der Weg zum Traumkörper

An sich kann das Fettdepot an jeder Körperstelle durch Liposuktion reduziert werden. Egal ob Kinn, die typischen Reiterhosen oder das kleine, untere Bäuchlein, dass trotz Bauchmuskeltraining nicht verschwinden möchte. Jedoch sind maximal 4 Liter reines Fett bei einer Sitzung entfernbar. Der eigentliche Zweck der Operation ist allerdings die Hervorhebung der Körperkontur. Aber Achtung! Sie sind nicht direkt nach der Liposuktion gertenschlank. Das Endergebnis wird er nach frühestens 6 Monaten zu sehen sein.

Auch der typische kugelartige „Männerbauch“ oder „Bierbauch“ ist durch eine Fettabsaugung nicht zu reduzieren. Die Fettdepots liegen bei diesem in zu tiefen Ebenen und sind mit der Absaugkanüle nicht zu erreichen. Hier sollten Sie zuerst durch Ernährungsumstellung und Sport versuchen, diesen zu verkleinern.

Frau berührt muskulösen Männerbauch

Ewig schlank dank Fettabsaugung?

Fettzellen, welche durch Liposuktion entfernt wurden, können sich danach nicht wieder neu bilden. So weit so gut!  Allerdings bewahrt eine Fettabsaugung niemanden vor neuerlicher Gewichtszunahme. Das Fett lagert sich dabei nicht mehr an den Absaugstellen an. Danach können Bereiche des Körpers, welche vorher noch keine Problemzonen waren, zu diesen werden. Auch das intraabdominelle Fett wird bei neuerlicher Gewichtszunahme vermehrt.

Zum bestmöglichen Ergebnis…

Nach einer Fettabsaugung müssen Sie sich vor allem schonen. Das Verzichten auf anstrengende körperliche Aktivitäten oder schweres Heben fördert den Heilungsprozess. Außerdem empfehlen wir das Tragen von Kompressionswäsche für einige Wochen. So können Sie Schwellungen vorbeugen und gleichzeitig die Rückformung der Haut unterstützen.

Für viele Frauen stellt sich auch die Frage der Kombination aus Fettabsaugung und Brustvergrößerung. Eine einfache und natürliche Weise zu einer größeren Brust zu gelangen, ist die Injektion des abgesaugten Fettes in die weibliche Brust. Das sogenannte Lipofilling wird immer beliebter.

Sie sind sich nicht sicher, ob eine Fettabsaugung bei Ihnen möglich ist? Wir helfen gerne weiter. Schon bei einem Telefongespräch mit unseren Assistenten kann in Erfahrung gebracht werden, ob Sie ein geeigneter Kandidat für diesen Eingriff sind. Genaueres können Sie auch immer gerne mit Frau Dr. Rejzek persönlich besprechen.

Frauenkörper, Hand bedeckt Brust, Blüten überall
Weiblichkeit - ästhetische Frau, verhüllt ihre Brüste mit den Händen

Der Busen ist das Zeichen von Weiblichkeit. Der Wunsch nach dem Ideal wird schon seit langer Zeit angestrebt.

Der Traum vom großen Busen - im Wandel der Zeit


Aller Anfang ist schwer.

Schon seit der Renaissance ist die Brust dass Zeichen der Weiblichkeit und unwiderstehlicher femininer Reiz . Damals, etwas 15. Und 16. Jahrhundert mussten die Damen sich noch mit modischen Tricks zu mehr Fülle helfen.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde erstmals die Brust einer Frau, nach Abnahme wegen Brustkrebs, rekonstruiert. Dieser verpflanzte der Frau einen Fettgewebsschwulst, leider weniger erfolgreich.

Mit verschiedensten Materialen zum Ziel?

Da der Wunsch der Frauen zu dieser Zeit nach einer größeren Brust trotzdem da war, hat man mit verschiedenen Materialen experimentiert. Dazu zählten Elfenbein, Rinderknorpel, Wolle, Glaskugel und später auch Paraffininjektionen, Bienenwachs oder Polyethylen. Die Ergebnisse waren erfolglos. Oft kam es zu Fremdkörperreaktionen.

Die ersten festen Implantate wurden 1951 eingesetzt und bestanden aus Ivalon-Schwämmen. Der anfängliche Erfolg erwies sich auch hier als langfristig unausgereift. Der Traum vom großen Busen musste also noch warten.

Silikon - der Retter!

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit dem Aufkommen von Plastik und Silikon, hat sich die Brustvergrößerung mittels Implantats zu revolutioniert. 1961 wurde das erste Silikonimplantat entwickelt. Inspiriert durch die damals neue Art von Bluttransfusionsbeuteln, befüllten sie eine Membran mit Silikonöl. Eine erste Form der Silikonimplantate war geboren.

Durch intensive Entwicklung und Forschung wurden die Implantate immer stabiler und konnten so die gewünschte runde oder tropfenförmige Gestalt behalten. Jedoch zeigten sich zu dieser Zeit auch die ersten langfristigen, gesundheitlichen Konsequenzen. 

Silikonimplantete

Nach der Entdeckung des Silikons, konnte sich die Methode der Brustvergrößerung immer weiterentwickeln.

Und wie ist es heute?

Heute unterliegen Brustimplantate strengen Auflagen und müssen die CE-Zertifizierung erhalten, bevor sie für Ihren Eingriff Anwendung finden.
Alle gängigen Brustimplantate bestehen derzeit aus einer Silikonhülle, gefüllt mit Kochsalzlösung oder Silikongel . Die Oberfläche der Implantate kann entweder glatt oder aufgeraut (texturiert) sein.
Manche Hersteller bieten außerdem Brustimplantate an, die mit verschiedenen Stoffen beschichtet sind. So werden Verwachsungen, Verklebungen und Infektionen verhindert.

Auch wenn Brustimplantate kein Leben lang halten und diese für gewöhnlich und planungsgemäß nach ca. 20 Jahren gewechselt werden müssen, gelten Implantate als sehr sicher.

Über die jeweiligen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Implantatmodelle wird in einem umfangreichen Beratungsgespräch aufgeklärt. Damit Sie Ihre Wünsche erfüllt bekommen und das bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Ein ästhetisch großer Busen ist also kein Traum mehr, der ungeträumt bleiben muss.

Mund-Nasen-Schutz mit Schriftzug "Don't panic"

Auch im medizinischen Bereich hat sich durch Covid einiges geändert.

Welche Operationen führen wir derzeit durch und welche nicht? Hier finden Sie alle Antworten:

Die Verwirrung in Zeiten von Covid ist groß. Was ist derzeit erlaubt und was nicht? Was ist riskant und was kann ohne Bedenken stattfinden? Auch im medizinischen Bereich kommen immer wieder Fragen auf und es herrscht eine allgemeine Verunsicherung. Um unseren Patient*innen die Bedenken ein wenig zu nehmen, haben wir für Sie zusammengefasst, welche Eingriffe weiterhin stattfinden können und wo noch Geduld gefragt ist, bis wir zu unserem normalen Alltag zurückkehren können.

Sicherheit trotz Covid


Prinzipiell gilt: Die Sicherheit unserer Patient*innen und Mitarbeiter*innen steht für uns an oberster Stelle. Wir sind stets darauf bedacht, dass in der Ordination höchste Sicherheitsstandards eingehalten werden. Trotzdem gibt es Eingriffe bei denen die Gefahr einer Covid-Infektion höher ist, als bei anderen. Das höchste Infektionsrisiko besteht naturgegebenermaßen bei Eingriffen rund um die Mund-Nasen-Region, da sich das Virus über eine Tröpfcheninfektion überträgt. Daher haben wir uns dafür entschieden, Eingriffe in diesem Bereich des Gesichts unter den aktuellen Umständen nicht durchzuführen. Dazu zählen vor allem Unterspritzungen mit Hyaluron und Botox an Lippen oder Wangen. Alle anderen Operationen und Filler im Bereich der Stirn und Augen können aber ganz normal stattfinden! Um dabei die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, führen wir vor jedem Eingriff einen Schnelltest durch. Unser gesamtes Personal wird natürlich auch regelmäßig getestet und hält noch strengere Hygienevorkehrungen ein, als ohnehin schon.

Eingriffe im Gesicht


Auch wenn wir momentan keine Modifikationen an Mund oder Nase vornehmen, gibt es einige Eingriffe im Gesicht, die wir unter Einhaltungen der Sicherheitsvorkehrungen durchführen können. Ober- und Unterlidstraffungen, Ohrenanlegungen und Facelifts können nach wie vor stattfinden. All diese Eingriffe können bei uns in der Ordination durchgeführt werden. Das Tragen der Maske ist bei diesen Operationen für die Patient*innen natürlich nicht die ganze Zeit über möglich. Durch den vorausgegangenen Corona-Test kann aber eine Ansteckung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden. Das OP-Team trägt natürlich nach wie vor während des gesamten Eingriffs Schutzkleidung, sodass die Patient*innen unbesorgt sein können.

Bauchstraffung während Covid?


Wie steht es aber um „aufwändigere“ und großflächige Operationen wie eine Bauchstraffung? Gibt es hier Einschränkungen? Sie können aufatmen, denn die Antwort lautet „nein“. Alle Eingriffe am Körper, die wir normalerweise durchführen, können auch während Corona ganz normal stattfinden. Dazu zählen etwa auch Liposuktionen und -fillings, Brustvergrößerungen und -straffungen und Body Lifts. Diese größeren Eingriffe können teilweise bei uns in der Ordination und teilweise in der Klinik stattfinden. Hier ändert sich am Prozedere prinzipiell nichts, da auch bereits vor Corona im OP höchste Sicherheitsstandards eingehalten wurden. Sie können also ganz beruhigt ihre OP-Termine bei uns wahrnehmen und sich auf das neue Lebensgefühl nach dem Eingriff freuen. Gerade für die Zeit der Rekonvaleszenz eignet sich die momentane Zeit der Isolation besonders gut.


Wenn Sie also gesund sind und keinerlei Krankheitssymptome zeigen, steht Ihrer Reise zum neuen Traumkörper nichts mehr im Wege! Zögern Sie nicht länger und kontaktieren Sie uns für Ihr persönliches Erstgespräch.


Fett an ungewollten Stellten zu verlieren und an anderen Volumen gewinnen - davon träumen Viele.

Fett an ungewollten Stellten zu verlieren und an anderen Volumen gewinnen - davon träumen Viele.

Eigenfett ist in der Regel eher Grund zur Sorge, als zur Freude. Wer von uns kann schon ehrlich von sich behaupten, nicht das eine oder andere unerwünschte Fettpölsterchen mit sich herumzutragen. Was aber, wenn es eine Möglichkeit gäbe, gleichzeitig Fett zu verlieren und andere Körperpartien zu formen? Die gibt es tatsächlich und sie heißt Lipofilling. Hierbei wird das körpereigene Material, das bei einer Fettabsaugung anfällt, an anderen Stellen wieder eingebracht. So entsteht Volumenaufbau und eine Straffung der gewünschten Partien.

Volumen durch Eigenfett


Dass man mit Botox und Hyaluron Gesichtsfalten den Kampf ansagen kann, ist heutzutage den meisten Menschen ein Begriff. Dass Eigenfett jedoch in vielen Fällen eine sehr gute Alternativen zu diesen Klassikern bietet, weiß nicht jeder. Mithilfe von der körpereigenen Substanz können aber nicht nur kleine Fältchen aufgepolstert werden, sondern auch Lippen aufgepolstert oder abgesunkene Wangen oder Schläfen wieder aufgefrischt werden. Der große Vorteil gegenüber anderen Fillern besteht darin, dass das Eigenfett, einmal angewachsen, vom Körper nicht mehr abgebaut wird. Wer sich also dauerhaft volle Lippen oder glatte Haut wünscht, ist mit einem Lipofilling oft gut beraten.

Lipofilling für mehr Weiblichkeit


Was sich im ersten Moment vielleicht seltsam anhört, ist eigentlich komplett logisch. Genau wie andere Haut- oder Körperpartien auch, verlieren die Labien im Alter an Spannkraft und Volumen. Die Haut erschlafft und viele Frauen stören sich an dieser Optik. Hier bietet ein Lipofilling ebenfalls Abhilfe. Aus ungewünschten Problemzonen entnommenes Körperfett wird in die äußeren Labien eingebracht. Dadurch werden diese wieder prall und sehen jugendlicher aus. Wie bei allen Lipofillings ist auch hier das Ergebnis dauerhaft, wenn das eingebrachte Fett einmal angewachsen ist.

Viele Frauen wünschen sich außerdem eine Brustvergrößerung mit Eigenfett. Diese Methode ist jedoch nur anwendbar, wenn relativ viel Material dafür vorhanden ist. Eine Vergrößerung um mehrere Cups ist mit dieser Methode meist ebenfalls nicht möglich.

Schöne Beine durch Lipofilling


Nach den bereits besprochenen Regionen könnte vielleicht der Verdacht aufkommen, Lipofillings wären nur etwas für Frauen. Tatsächlich ist aber ein häufig gewünschter Eingriff von Männern eine Aufpolsterung der Waden. Mithilfe eines Lipofillings können hier Ungleichgewichte zwischen Ober- und Unterkörper ausgeglichen werden. Auch eine Vergrößerung des Pos durch körpereigenes Fett wünschen sich viele PatientInnen. 

Grundsätzlich sind Vergrößerungen wie diese machbar, jedoch mit Risiken verbunden. Ob ein Lipofilling an Po oder Beinen durchgeführt werden kann, muss stets in einem Erstgespräch mit der Patientin/dem Patienten evaluiert werden. Was jedoch fest steht ist: Lipofillings stehen für Natürlichkeit und subtile Veränderungen. Wer sich einen Hintern à la Kim Kardashian wünscht, wird mit Eigenfett nicht weit kommen.

Oktober ist nicht nur der Monat der letzten Sonnenstrahlen und der goldenen Blätter. Auch Brustkrebs ist im Oktober ein präsentes Thema, denn es ist Breast Cancer Awareness Month! Warum das so wichtig ist? Weil Brustkrebs immer noch die am häufigsten auftretende Krebserkrankung bei Frauen im industrialisierten Raum ist. Eine von acht Frauen erkrankt zumindest einmal in ihrem Leben daran. Diese Zahlen erschrecken, wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat. Der Breast Cancer Awareness Month ist unheimlich wichtig, um nötige Aufklärungsarbeit zu leisten.

Brustkrebs rechtzeitig erkennen

Das A und O beim Thema Brustkrebs ist die Vorsorge. Obwohl von Brustkrebs in der Regel nur Frauen ab 40 betroffen sind, kann eine regelmäßige und gründliche Untersuchung der Brust nie schaden. Diese sollte durch einen optischen Check vor dem Spiegel sowie durch gründliches Abtasten der Brust und Achselhöhlen erfolgen. Wichtig ist es auf jeden Fall, den eigenen Körper gut zu kennen, um Veränderungen sofort bemerken zu können.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die genetische Disposition. Bei einem Viertel aller Frauen, die an Brustkrebs erkranken, gibt es andere Fälle in der Familie. Wie hoch das erbliche Risiko aber tatsächlich ist, kann man nur im Einzelfall feststellen. Wenn Sie Bedenken haben, sollten Sie diese unbedingt mit einem Arzt besprechen.

Masektomie bei Brustkrebs

Ist das genetische Risiko sehr hoch, kann man eine vorsorgliche Masektomie andenken. Hierbei werden die Brüste entfernt, obwohl noch keine Tumorbildung vorhanden ist. So wird die Entstehung von Brustkrebs im Vorfeld effektiv verhindert. Der Bekanntheitsgrad dieser Methode ist 2013 durch die mediale Aufmerksamkeit rund um Angelina Jolies beidseitige Masektomie stark gestiegen. Sie hatte sich die Brüste aufgrund eines 70-prozentigen Risikos an Brustkrebs zu erkranken, vorsorglich entfernen lassen. Eine Masektomie ist ein großer Schritt und eine starke psychische und physische Belastung. Viele Frauen fühlen sich nach der OP nicht mehr weiblich und sehr unwohl.

Und nach dem Brustkrebs?

Ist die Gefahr einmal gebannt und die Brust erfolgreich entfernt, findet in der Regel  ein Wiederaufbau statt. Die meisten Frauen wünschen sich nach einer Masektomie ihre alte Weiblichkeit wieder zurück. Dank der Plastischen Chirurgie ist es möglich, ihnen dieses Gefühl wiederzugeben. Mithilfe von Implantaten oder Eigenfett kann man bei einer Brustkrebs-Patientin eine reguläre Brustvergrößerung durchführen. Je nach Wunsch der Patientin wird dann möglichst detailgetreu die ehemalige Brust rekonstruiert. Einer größeren oder kleineren Nachbildung steht aber natürlich auch nichts im Wege. Auch eine Rekonstruktion der Brustwarzen ist mithilfe neuester Methoden möglich. Hier arbeitet man mit einer Kombination aus Hauttransplantation und Tätowierung.

In den letzten Wochen war das Thema "Brustimplantate und Krebs" omnipräsent. Auslöser für die Aufregung war, dass ein bekannter Hersteller von Implantaten seine Produkte vom Markt genommen hat. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass eine Verbindung zwischen Brustimplantaten mit einer aufgerauten Oberfläche und dem sogenannten Brustimplantat-assoziierten anaplastischen, großzelligen Lymphom (kurz BIA-ALCL) festgestellt werden konnte. Die Erkankung tritt im Durchschnitt erst 8 Jahre nach der Operation auf.

Die Implantat-Art macht die Musik

Auf den ersten Blick drängt sich nun die Frage auf, warum Brustimplantate mit aufgerauter Oberfläche dann überhaupt noch verwendet werden. Die Antwort ist simpel: Weil aufgeraute Implantate nicht nur "schlecht" sind. Tatsächlich birgt diese Implantat-Art auch viele Vorteile. Durch die spezielle, aufgeraute Oberfläche werden die Implantate beispielsweise vom Körper besser angenommen. Der Fremdkörper wächst besser mit dem umgebenden Bindegewebe zusammen. Dadurch sinkt das Risiko einer Kapselfibrose - der Nr 1. unter den möglichen Komplikationen einer Brust-OP. Gleichzeitig steigt aber eben auch das Risiko für BIA-ALCL. Eine Abwägung der Risiken ist also essentiell.

Wie groß ist das Risiko?

Das Risiko für eine Lymphom-Erkrankung einschätzen zu können ist für den Laien freilich nicht leicht. Das Risiko, diese Krankheit zu entwickeln, liegt laut neuesten Erkenntnissen bei 0,003 bis 0,0003%. Im Vergleich dazu: die durchschnittliche Frau entwickelt mit einer Wahrscheinlichkeit von 12,5% in ihrem Leben Brustkrebs (Ghali, 2019).

Die ausdrückliche Empfehlung der ExpertInnen ist es, die Brustimplantate nicht bloß aus Angst vor einer Krebserkrankung entfernen zu lassen. Die klassischen Risiken eines chirurgischen Eingriffs sind nämlich bei weitem größer als das Krebsrisiko selbst. Wenn Sie meine Blogposts öfter lesen, dann wissen Sie, dass diese klassischen Risiken bei einer OP in der Regel sehr gering sind. Der Vergleich zeigt also, wie klein das Risiko, durch Brustimplantate ein Lymphom zu bekommen, wirklich ist.

Lypmhom durch Implantate - Was nun?

Was aber, wenn man eben doch 1 von 30.000 betroffenen Frauen ist? Selbst wenn der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. BIA-ALCL lässt sich tatsächlich sehr gut behandeln. In den meisten Fällen kann das Lmyphom durch eine Entfernung des Brustimplantats und der umgebenden Kapsel vollständig geheilt werden. Das Risiko, an BIA-ALCL zu erkranken und nach drei Jahren nicht vollständig symptomfrei zu sein, liegt bei nur 0,0002%.

Anhand der Zahlen wird also deutlich, wie gering das Risiko tatsächlich ist. Durch die Panikmache der Medien haben die aufgerauten Implantate einen unverdient schlechten Ruf bekommen. Wer sich für eine Brust-OP mit Implantaten interessiert, sollte auf das Fachwissen von ExpertInnen und der/des behandelnden Chirurgin/Chirugen vertrauen.

Quellen:

www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2018/fk15-brustimplantate-krebsrisiko-seltenes-Lymphom.php (Zugriff am 13.08.2019).

Ghali, Shadi: An update on BIA-ALCL. In: The PMFA Journal, 06/07 2019, 6(5).

Der Sommer naht mit schnellen Schritten, der Bikini-Body ist noch in Arbeit und immer öfter kommt die Überlegung auf: "Welche Schönheit-OPs kann oder soll ich vor der warmen Jahreszeit noch andenken?" Diese Frage lässt sich jedoch nicht so pauschal beantworten. Mehrere Faktoren sollten in die Entscheidung mit einfließen.

Bikini-Body ohne Quälerei

Das Problem ist vielen von uns nicht fremd: Die Kleidung wird kürzer und knapper aber der Körper hat einfach noch nicht die gewünschte Form. Damit der Sommer keine böse Überraschung mit sich bringt, ist der Frühling genau der richtige Zeitpunkt für eine Fettabsaugung. In den kälteren Monaten hat der menschliche Körper in der Regel das eine oder andere Fettpölsterchen mehr. 

Wird in dieser Zeit eine Liposuktion durchgeführt, kann es sein, dass sich das Ergebnis bis zum Sommer durch neuerliche Gewichtsschwankungen maßgeblich verändert. Idealerweise sollte ein solcher Eingriff also erst stattfinden, wenn der "Winterspeck" bereits durch Sport und gesunde Ernährung abgebaut wurde. Nur so können hartnäckige Problemzonen erfolgreich und endgültig entfernt werden.

Brust raus, Bauch rein?

Am Strand bleibt nicht viel verhüllt und somit ist auch die Brust im Sommer besonders im Fokus. Brustvergrößerungen und Gynäkomastie-Operationen (Reduktion der Männerbrust) stehen also im Frühling hoch im Kurs. Da die Wundheilungszeit bei einer Vergrößerung mit Implantaten nur ca. 6 Wochen beträgt, bleibt nach dem Eingriff noch genug Zeit, um perfekt vorbereitet in den Urlaub zu starten. Auch bei einer Gynäkomastie-OP ist nach wenigen Wochen schon nichts mehr von einem vorausgegangenen Eingriff zu bemerken. Ideal ist auch, dass die nach beiden Eingriffen notwendige Kompressionswäsche im Frühling getragen wird und nicht bei heißen Temperaturen.

Allergiker aufgepasst!

Bei kleineren Eingriffen im Gesichtsbereich wie Filler oder Lidstraffungen ist die Heilungszeit sehr kurz. Daher liegt die Annahme nahe, dass diese das ganze Jahr über problemlos durchgeführt werden können. Prinzipiell steht Botox und Co. im Frühling tatsächlich nichts im Wege. Vorsicht ist jedoch bei Pollenallergikern geboten. Geschwollenes Gewebe und heftige Niesattacken bieten keine guten Voraussetzungen für die Wundheilung! Wer sich ein schönes und gleichmäßiges Ergebnis wünscht und von Heuschnupfen geplagt ist, sollte daher lieber auf den Herbst warten.

Planung ist alles

Schlussendlich zählt für den richtigen Zeitpunkt einer Schönheits-Operation auch der persönliche Zeitplan. Wann findet der Sommerurlaub dieses Jahr statt? Ist ein Krankenstand nach dem Eingriff problemlos möglich? Findet demnächst eine Familienfeier statt bei der Narben oder Verbände auffallen könnten? All diese Überlegungen sollten vor einem möglichen Eingriff abgewägt werden. Sind alle Fragen geklärt, steht der Vorbereitung auf den Sommer auch nichts mehr im Wege!

Nicht immer fällt die Arztwahl auf Anhieb leicht. Besonders wenn es der erste Besuch bei einer/einem bestimmten Fachärztin/Facharzt ist, sind bei den meisten PatientInnen viele Fragen offen. Wie finde ich die/den Richtige/n? Woher weiß ich, ob diese Person mir das geben kann, was ich mir erwarte? Um klassische „Anfängerfehler“ und Enttäuschungen zu vermeiden, haben wir hier die wichtigsten Voraussetzungen für Sie zusammengefasst.

1. Die Basis ist gegeben

ÄrztInnen können noch so freundlich sein – sind die notwendigen Qualifikationen nicht gegeben, sollten Sie sich schleunigst umorientieren. Nicht jede/r Ärztin/Arzt hat genau die Ausbildung absolviert, die für den von Ihnen gewünschten Eingriff notwendig ist. Gute ChirurgInnen werden es Ihnen offen und ehrlich sagen, wenn sie Ihre Vorstellungen nicht erfüllen kann, weil sie/er schlichtweg nicht die nötige Ausbildung hat. Dennoch sollten Sie sich nie einzig und allein auf solche Aussagen verlassen, denn leider gibt es in jeder Branche schwarze Schafe. Informieren Sie sich daher ausgiebig im Vorfeld über die Ausbildung, Zertifikate oder Auszeichnungen Ihrer/Ihres gewünschten Chirurgin/Chirurgen.

2. Der Chirurg nimmt sich Zeit

Sie werden am Telefon schnell abgefertigt und auch aus der Praxis sind Sie nach 15 Minuten wieder draußen? Das ist kein gutes Zeichen. Gute ÄrztInnen nehmen sich Zeit für seine PatientInnen und hören diesen ausgiebig zu. Nur so können sie auch wirklich auf die Wünsche der PatientInnen eingehen und diesen nachkommen. Jede/r Patientin/Patient ist einzigartig und manche Menschen brauchen mehr Zeit um sich zu öffnen als andere. Ich versuche so gut es geht auf die individuellen Bedürfnisse meiner PatientInnen zu achten und ihnen die Aufmerksamkeit zu geben, die sie brauchen. Auch für Notfälle bin ich daher immer erreichbar.

3. Sie werden ernst genommen

Das Schlimmste, was einer/m Patientin/Patienten passieren kann, ist das ihre/seine Wünsche oder Probleme nicht beachtet werden. Nicht jeder Mensch hat gleich viele Bedenken vor einem Eingriff. Während manche „alten Hasen“ fast schon zu leichtfertig sind, gibt es Andere, die sich nach monatelangem Überlegen doch gegen eine OP entscheiden. Auch das ist völlig in Ordnung und muss von guten ChirurgInnen respektiert werden. Wichtig ist, dass Sie sich niemals unter Druck gesetzt oder übergangen fühlen. Wenn das der Fall ist, sollten Sie schleunigst das Weite suchen.

4. Die Chemie stimmt

Ein weiterer Punkt, der oft genug unterschätzt wird, ist die nötige Sympathie zwischen PatientInnen und ÄrztInnen. Viele stehen noch unter dem Eindruck, dass ÄrztInnen Respektspersonen sind, die Andere von oben herab behandeln dürfen. Ich sehe das nicht so, denn ich möchte in der Lage sein, mit meinen PatientInnen auf Augenhöhe zu sprechen. Nur so kann ihre Lage wirklich verstehen und mit ihnen gemeinsam die richtige Lösung herausarbeiten. Wenn Sie sich bei einer/einem Chirurgin/Chirurgen wohlfühlen und ihr/ihm vertrauen ist das schon die halbe Miete!

5. Das „Drumherum“ passt

Natürlich gehört zu einem erfolgreichen Arztbesuch auch das Erlebnis in der Praxis dazu. Achten Sie darauf, dass die Räumlichkeiten sauber und einladend sind. Wenn die Atmosphäre nicht stimmt, können Sie auch nicht entspannt und offen sein. Auch die OrdinationsmitarbeiterInnen spielen eine wesentliche Rolle in Ihrem Erlebnis. Wenn diese gut geschult und ausgewählt sind, werden Sie sich Zeit für Sie nehmen, freundlich sein und auf Ihre Bedürfnisse eingehen. Natürlich kann man nicht jeder/jedem Patientin/Patienten jeden Wunsch von den Augen ablesen – aber man kann es zumindest versuchen. 😉