Brustvergrößerung mit Eigenfett in Wien

Der Sommer naht mit schnellen Schritten, der Bikini-Body ist noch in Arbeit und immer öfter kommt die Überlegung auf: "Welche Schönheit-OPs kann oder soll ich vor der warmen Jahreszeit noch andenken?" Diese Frage lässt sich jedoch nicht so pauschal beantworten. Mehrere Faktoren sollten in die Entscheidung mit einfließen.

Bikini-Body ohne Quälerei

Das Problem ist vielen von uns nicht fremd: Die Kleidung wird kürzer und knapper aber der Körper hat einfach noch nicht die gewünschte Form. Damit der Sommer keine böse Überraschung mit sich bringt, ist der Frühling genau der richtige Zeitpunkt für eine Fettabsaugung. In den kälteren Monaten hat der menschliche Körper in der Regel das eine oder andere Fettpölsterchen mehr. 

Wird in dieser Zeit eine Liposuktion durchgeführt, kann es sein, dass sich das Ergebnis bis zum Sommer durch neuerliche Gewichtsschwankungen maßgeblich verändert. Idealerweise sollte ein solcher Eingriff also erst stattfinden, wenn der "Winterspeck" bereits durch Sport und gesunde Ernährung abgebaut wurde. Nur so können hartnäckige Problemzonen erfolgreich und endgültig entfernt werden.

Brust raus, Bauch rein?

Am Strand bleibt nicht viel verhüllt und somit ist auch die Brust im Sommer besonders im Fokus. Brustvergrößerungen und Gynäkomastie-Operationen (Reduktion der Männerbrust) stehen also im Frühling hoch im Kurs. Da die Wundheilungszeit bei einer Vergrößerung mit Implantaten nur ca. 6 Wochen beträgt, bleibt nach dem Eingriff noch genug Zeit, um perfekt vorbereitet in den Urlaub zu starten. Auch bei einer Gynäkomastie-OP ist nach wenigen Wochen schon nichts mehr von einem vorausgegangenen Eingriff zu bemerken. Ideal ist auch, dass die nach beiden Eingriffen notwendige Kompressionswäsche im Frühling getragen wird und nicht bei heißen Temperaturen.

Allergiker aufgepasst!

Bei kleineren Eingriffen im Gesichtsbereich wie Filler oder Lidstraffungen ist die Heilungszeit sehr kurz. Daher liegt die Annahme nahe, dass diese das ganze Jahr über problemlos durchgeführt werden können. Prinzipiell steht Botox und Co. im Frühling tatsächlich nichts im Wege. Vorsicht ist jedoch bei Pollenallergikern geboten. Geschwollenes Gewebe und heftige Niesattacken bieten keine guten Voraussetzungen für die Wundheilung! Wer sich ein schönes und gleichmäßiges Ergebnis wünscht und von Heuschnupfen geplagt ist, sollte daher lieber auf den Herbst warten.

Planung ist alles

Schlussendlich zählt für den richtigen Zeitpunkt einer Schönheits-Operation auch der persönliche Zeitplan. Wann findet der Sommerurlaub dieses Jahr statt? Ist ein Krankenstand nach dem Eingriff problemlos möglich? Findet demnächst eine Familienfeier statt bei der Narben oder Verbände auffallen könnten? All diese Überlegungen sollten vor einem möglichen Eingriff abgewägt werden. Sind alle Fragen geklärt, steht der Vorbereitung auf den Sommer auch nichts mehr im Wege!

Nicht immer fällt die Arztwahl auf Anhieb leicht. Besonders wenn es der erste Besuch bei einer/einem bestimmten Fachärztin/Facharzt ist, sind bei den meisten PatientInnen viele Fragen offen. Wie finde ich die/den Richtige/n? Woher weiß ich, ob diese Person mir das geben kann, was ich mir erwarte? Um klassische „Anfängerfehler“ und Enttäuschungen zu vermeiden, haben wir hier die wichtigsten Voraussetzungen für Sie zusammengefasst.

1. Die Basis ist gegeben

ÄrztInnen können noch so freundlich sein – sind die notwendigen Qualifikationen nicht gegeben, sollten Sie sich schleunigst umorientieren. Nicht jede/r Ärztin/Arzt hat genau die Ausbildung absolviert, die für den von Ihnen gewünschten Eingriff notwendig ist. Gute ChirurgInnen werden es Ihnen offen und ehrlich sagen, wenn sie Ihre Vorstellungen nicht erfüllen kann, weil sie/er schlichtweg nicht die nötige Ausbildung hat. Dennoch sollten Sie sich nie einzig und allein auf solche Aussagen verlassen, denn leider gibt es in jeder Branche schwarze Schafe. Informieren Sie sich daher ausgiebig im Vorfeld über die Ausbildung, Zertifikate oder Auszeichnungen Ihrer/Ihres gewünschten Chirurgin/Chirurgen.

2. Der Chirurg nimmt sich Zeit

Sie werden am Telefon schnell abgefertigt und auch aus der Praxis sind Sie nach 15 Minuten wieder draußen? Das ist kein gutes Zeichen. Gute ÄrztInnen nehmen sich Zeit für seine PatientInnen und hören diesen ausgiebig zu. Nur so können sie auch wirklich auf die Wünsche der PatientInnen eingehen und diesen nachkommen. Jede/r Patientin/Patient ist einzigartig und manche Menschen brauchen mehr Zeit um sich zu öffnen als andere. Ich versuche so gut es geht auf die individuellen Bedürfnisse meiner PatientInnen zu achten und ihnen die Aufmerksamkeit zu geben, die sie brauchen. Auch für Notfälle bin ich daher immer erreichbar.

3. Sie werden ernst genommen

Das Schlimmste, was einer/m Patientin/Patienten passieren kann, ist das ihre/seine Wünsche oder Probleme nicht beachtet werden. Nicht jeder Mensch hat gleich viele Bedenken vor einem Eingriff. Während manche „alten Hasen“ fast schon zu leichtfertig sind, gibt es Andere, die sich nach monatelangem Überlegen doch gegen eine OP entscheiden. Auch das ist völlig in Ordnung und muss von guten ChirurgInnen respektiert werden. Wichtig ist, dass Sie sich niemals unter Druck gesetzt oder übergangen fühlen. Wenn das der Fall ist, sollten Sie schleunigst das Weite suchen.

4. Die Chemie stimmt

Ein weiterer Punkt, der oft genug unterschätzt wird, ist die nötige Sympathie zwischen PatientInnen und ÄrztInnen. Viele stehen noch unter dem Eindruck, dass ÄrztInnen Respektspersonen sind, die Andere von oben herab behandeln dürfen. Ich sehe das nicht so, denn ich möchte in der Lage sein, mit meinen PatientInnen auf Augenhöhe zu sprechen. Nur so kann ihre Lage wirklich verstehen und mit ihnen gemeinsam die richtige Lösung herausarbeiten. Wenn Sie sich bei einer/einem Chirurgin/Chirurgen wohlfühlen und ihr/ihm vertrauen ist das schon die halbe Miete!

5. Das „Drumherum“ passt

Natürlich gehört zu einem erfolgreichen Arztbesuch auch das Erlebnis in der Praxis dazu. Achten Sie darauf, dass die Räumlichkeiten sauber und einladend sind. Wenn die Atmosphäre nicht stimmt, können Sie auch nicht entspannt und offen sein. Auch die OrdinationsmitarbeiterInnen spielen eine wesentliche Rolle in Ihrem Erlebnis. Wenn diese gut geschult und ausgewählt sind, werden Sie sich Zeit für Sie nehmen, freundlich sein und auf Ihre Bedürfnisse eingehen. Natürlich kann man nicht jeder/jedem Patientin/Patienten jeden Wunsch von den Augen ablesen – aber man kann es zumindest versuchen. 😉

Das Erstgespräch ist der erste Kontakt der zwischen Ihnen und Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt stattfindet. Insofern ist es wichtig, dass beide Seiten den richtigen Eindruck vermitteln. Die/der PatientIn muss ehrlich zu sich selbst sein und wissen, was sie/er will. Der/die behandelnde ChirurgIn muss aufklären und deutlich darlegen, was möglich ist und was nicht. Insofern haben beide Seiten in diesem Gespräch eine tragende Rolle inne. Das Erstgespräch sollte also eine Konversation auf Augenhöhe sein, die von gegenseitigem Respekt getragen wird.

Wie läuft es ab?

Viele PatientInnen sind nervös vor Ihrem ersten Beratungsgespräch. Dafür gibt es aber überhaupt keinen Anlass. Das Erstgespräch ist kein Verhör bei dem der/die behandelnde Arzt/Ärztin Sie verurteilt oder Ihnen Vorwürfe macht. Bei diesem Gespräch geht es einzig und allein darum, Ihnen zu helfen und auf Ihre Wünsche einzugehen.

Im ersten Teil des Beratungsgesprächs wird Ihnen der/die ChirurgIn den genauen Ablauf des Eingriffs sowie mögliche Risiken darlegen. Außerdem können Sie erklären, was Sie sich genau wünschen und vorstellen. Zuletzt bleibt noch Zeit für etwaige Fragen. Sollte die vorgesehene Zeit von 1 Stunde nicht ausreichen, ist das überhaupt kein Problem. In unserer Ordination haben Sie die Möglichkeit, das Gespräch mit meiner Kollegin noch weiterzuführen bis wirklich auch die letzte Frage geklärt ist.

Wie bereite ich mich vor?

Das Erstgespräch dient zu Ihrer Information und Absicherung. Wie gut vorbereitet Sie zum Gespräch erscheinen wollen, bleibt vollkommen Ihnen überlassen. Mit unseren kostenlosen Ratgebern, die wir Ihnen auf Anfrage gerne zusenden, können Sie sich aber optimal darauf vorbereiten. So lassen sich manche Fragen bereits im Vorhinein klären und die Zeit in der Ordination kann besser genutzt werden.

Des Weiteren ist es hilfreich, wenn Sie klare Vorstellungen von der Veränderung haben, die Sie sich wünschen. Sollten Sie sich noch nicht sicher sein, nehmen Sie sich ruhig noch etwas Zeit. Wichtig ist, dass Sie in Ihrer Entscheidung sicher sind.

Was muss ich mitbringen?

Prinzipiell brauchen Sie für ein Erstgespräch noch keine Unterlagen, Atteste oder ähnliches. Sollten entsprechende Dokumente aber bereits vorhanden sein, kann es nur von Vorteil sein, sie mitzubringen. Interesse, Offenheit und Kritikfähigkeit sind jedoch auf jeden Fall essentiell, um ein zielführendes Gespräch zu ermöglichen.

Beispielbilder, die die gewünschte Veränderung darstellen, können ebenfalls hilfreich sein. Jedoch müssen Sie sich dessen bewusst sein, dass das Ergebnis niemals 1:1 dem gezeigten Bild entsprechen wird. Jeder Körper ist anders und für ein ästhetisches Gesamtbild ist es  wichtig, dass die Proportionen passen. Bei einer zierlichen, kleinen Frau beispielsweise können sehr große Brustimplantate schnell überladen wirken. Im Einzelfall sollten Sie dem Urteil des/der ChirurgIn vertrauen. Er/sie kann meist aufgrund jahrelanger Erfahrung besser einschätzen, welche Veränderungen notwendig sind, damit Sie Ihr gewünschtes Ergebnis erhalten.

Geht es auch ohne?

Immer wieder bekommen wir Anfragen, ob ein Eingriff auch ohne ein vorausgehendes Erstgespräch möglich ist. Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Bei chirurgischen Eingriffen ist ein Beratungsgespräch auf jeden Fall notwendig. Der/die PatientIn muss ausreichend über den OP-Hergang, Risiken und mögliche Komplikationen aufgeklärt werden.

Auch wenn ein Erstgespräch schon lange Zeit her ist, sollte dieses wiederholt werden, bevor ein Eingriff stattfindet. Gerade wenn es sich um Jahre handelt, können sich sowohl beim Eingriff als auch bei der Patientin/des Patienten selbst die Umstände verändert haben.

Bei kleineren Eingriffen wie Faltenunterspritzungen mit Fillern oder Botox ist ein Erstgespräch nicht zwingend erforderlich. In diesen Fällen können etwaige Frage noch direkt vor oder nach dem Eingriff geklärt werden. Gerade wenn Sie bereits PatientIn bei uns sind, ist ein erneutes Gespräch für den selben Eingriff natürlich nicht notwendig.

„Die sollen zufrieden sein mit dem, was sie haben.“ oder „Manche wissen nie, wann es genug ist.“ Solche oder ähnliche Aussagen hört man nicht selten im Bezug auf plastische Eingriffe. Selbstverständlich gibt es jene PatientInnen, die immer neue Mäkel an sich entdecken und alles an ihrem Körper optimieren wollen. Das ist auch völlig legitim, sofern es wirklich glücklich macht.

Jedoch sind es nicht nur diese Menschen, die einer Verteufelung von schönheitschirurgischen Eingriffen zum Opfer fallen. Es sind die oft auch jene PatientInnen, die lange Episoden des Mobbings und des Selbsthasses hinter sich haben. Jene PatientInnen, die sich nach jahrelanger Qual nun endlich dazu durchringen, die Ohrenanlegung, die Labien-OP oder die Korrektur einer turbulären Brust durchführen zu lassen. Wer noch nie mit einer/einem Betroffenen gesprochen hat, kann sich kaum ausmalen, unter welch immensem Leidensdruck diese Menschen oft stehen. Viele glauben auch gar nicht, wie auffällig derartige Mäkel oft sein können. Auch die medizinische Indikation, die in vielen Fällen besteht, ist den meisten KritikerInnen gar nicht bewusst.

Massive Einschränkungen im täglichen Leben

Tatsächlich gibt es viele Eingriffe, die nicht (oder nicht nur) einer optischen Verbesserung dienen sollen. Schmerzen, Bewegungs- oder Sinneseinschränkungen können ebenfalls Gründe für eine plastische Operation sein. So können zum Beispiel hängende Oberlider das Sichtfeld massiv einschränken. 

Zu große Labien können beim Sport und Sex eingeklemmt werden und starke Schmerzen verursachen. Große und schwere Brüste sind oft für Rückenschmerzen und permanente Verspannungen zuständig. Unter hängenden Hautschürzen, die durch starken Gewichtsverlust entstehen, bilden sich gern aufgescheuerte Stellen oder gar Infektionen. Die Liste an Problemen ist endlos und zeigt – der Wunsch nach einem plastischen Eingriff entsteht nicht immer aus Eitelkeit.

Für den Partner unters Messer?

Warum lassen sich Menschen freiwillig operieren? Aus psychologischer Sicht gibt es interne und externe Gründe für den Wunsch nach einer körperlichen Veränderung. Insbesondere Frauen versprechen sich von schönheitschirurgischen Maßnahmen ein höheres Selbstwertgefühl und mehr Lebensqualität (intern), sowie eine Verbesserung in der Partnerbeziehung (extern). Gerade dieser letzte Aspekt darf nicht unter den Teppich gekehrt werden. Externe Faktoren wie Hänseleien oder Medienrezeption beeinflussen ohne Zweifel in vielen Fällen auch die interne Motivation von PatientInnen (Canice Crerand et al., 2009). Jedoch sollte ein Eingriff niemals für jemanden anderen durchgeführt werden. Das ist weder ein Garant für eine glückliche Zukunft, noch eine sehr gute Voraussetzung für die weitere Beziehung.

Schönheit für den Seelenfrieden

In einer Studie von Roberta Honigmann et al. (2004) wurde untersucht, wie sich plastische Eingriffe auf die Psyche der PatientInnen auswirken. Die Motivation, aus der heraus ein Eingriff gewünscht wurde, spielte bei den Ergebnissen eine maßgebliche Rolle. Waren die PatientInnen noch sehr jung oder wollten ihren Körper für ihren Partner verändern, waren die positiven Effekte geringer. Fest steht aber: Das psychische Wohlbefinden der ProbandInnen verbesserte sich in fast allen untersuchten Fällen erheblich!

Selbstverständlich ist eine Schönheits-OP niemals die Lösung für alle Probleme. Kein Eingriff sollte jemals leichtfertig vorgenommen werden. In jedem Fall ist eine vorherige, ausreichend lange Reflektion und ein ausführliches Beratungsgespräch ein absolutes Muss – gerade auch um psychische Erkrankungen wie eine Körperdysmorphie ausschließen zu können. Wenn der Makel aber so sehr belastet, dass die Lebensqualität maßgeblich eingeschränkt wird, dann kann ein plastischer Eingriff der richtige Weg sein. Niemand sollte aufgrund seines Aussehens leiden müssen – egal wie groß oder klein dieses Leid vielleicht für einen Außenstehenden erscheinen mag.

Viele Frauen, die sich für eine Brustvergrößerung mit Implantaten entscheiden, sind unschlüssig welches Implantat das Richtige für Sie ist. Um das Thema ranken sich viele Mythen und Horrorgeschichten. Daher schrecken manche Interessentinnen sogar ganz vor dem Eingriff zurück. Doch welche Arten von Brustimplantaten gibt es überhaupt? Wo liegen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle?

Implantate aus Silikon

Diese Variante stellt den Klassiker unter den Implantaten dar. Sowohl der Kern als auch die Hülle besteht hier aus Silikon. Modelle aus Silikon gibt es bereits seit den 1960iger Jahren - dementsprechend ausgereift sind sie heute. Trotz all dieser Erfahrung leiden Silikonimplantate bis heute zu Unrecht unter einem schlechten Ruf. Das ist einzig und allein einem Vorfall aus dem Jahr 2009 zu verdanken. 

Damals verarbeitete eine französische Firma minderwertiges Silikon in ihren Implantaten. Infolgedessen begann die Implantathülle bei einigen Frauen zu reißen, was in vielen Fällen zu einem Aufplatzen des Implantates führte. Aufgrund dieses Skandals wurden Silikonimplantate in den U.S.A. einige Zeit lang sogar verboten. Obwohl die damaligen Komplikationen aufgrund eines Materialfehlers entstanden sind, hält sich der schlechte Ruf hartnäckig.

Implantate mit Hydrogel

Diese Form der Implantate hätte das Potential gehabt, eine echte Alternative zu Silikonimplantaten zu bieten. Die Idee dahinter war, dass der Körper das in der Silikonhülle enthaltene Hydrogel im Falle eines Austritts gefahr- und problemlos abbaut. Leider zog das Hydrogel aber durch die Hülle hindurch Wasser aus dem Körper der Patientin. Dadurch quollen die Brustimplantate auf ein Vielfaches der ursprünglichen Größe an und mussten entfernt werden.

Implantate mit Kochsalzlösung

Brustimplantate mit Kochsalz wurden in den 90iger Jahren entwickelt, um die damals gefürchteten Silikonmodelle abzulösen. Auch in diesem Fall suchte man nach einer Füllung, die dem Körper bei einem Austritt nicht schaden kann. Obwohl die Idee innovativ war, waren auch diese Implantate nicht "dicht". Die Kochsalzlösung drang nach und nach durch die Hülle nach außen, was den Trägerinnen nicht schadete. Der Effekt sorgte jedoch dafür, dass das Brustimplantat an Volumen verlor. Durch die entstehende Luft in der Silikonhülle kam es außerdem zu einem gluckernden Geräusch - ein weiterer, nicht gerade wünschenswerter Nebeneffekt.

Implantate aus Sojaöl

Was sich im ersten Moment so nach "Bio" und "gesund" anhört, ist in Wahrheit wohl die unangenehmste Form der Implantate. Auch diese Modelle hat man als Reaktion auf den "Silikon-Skandal" in Frankreich entwickelt. Leider wurde das in der Silikonhülle enthaltene Sojaöl jedoch bei allen Patientinnen schon nach kurzer Zeit ranzig und begann zu stinken. Viele Patientinnen entwickelten sogar einen Waschzwang. Die Implantate musste man aufgrund des penetranten, übelriechenden Geruchs infolgedessen wieder entnehmen. 

Trotz all der Varianten, die bereits entwickelt wurden, konnte man bis heute keine vergleichbare Alternative zu Silikon-Implantaten finden. Moderne Modelle gibt es in verschiedene Formen, mit auslaufsicherem Material und sogar in besonders leichten Versionen wie B-Lite (siehe vorheriger Blogbeitrag). Brustimplantate mit Silikonkern bleiben somit die einzig sichere und verantwortbare Option für ein langanhaltend schönes Ergebnis.

                                                                                                                                                                                   Quelle: www.b-lite.com

Wer sich eine größere Oberweite wünscht hat zwei Möglichkeiten: eine Vergrößerung durch Eigenfett oder durch Implantate. Gerade vor letzterer Variante haben viele Frauen Respekt oder sogar Angst. Diese Sorgen sind aber absolut unbegründet, denn moderne Implantate gelten als sehr sicher. Eine absolute Revolution auf dem Markt sind "B-Lite Implantate". 

Was macht B-Lite Implantate so besonders?

Die Implantate sind um 30% leichter, als herkömmliche Modelle! Das verringerte Gewicht rührt daher, dass die Füllung aus einem neuen und innovativen Material besteht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Implantaten, besteht die Füllung von B-Lite Implantaten aus einem auslaufsicheren Kohäsivgel. In diesem Gel befinden sich eingearbeitete Luftblasen, die für das niedrige Gewicht der Implantate sorgen. Die Hülle von B-Lite Implantaten besteht wie bei herkömmlichen Modellen aus Silikon. Warum Silikon eines der sichersten Materialien für Implantate ist und wieso es zu Unrecht einen schlechten Ruf hat, lesen sie in in unserem nächsten Blogpost.

Für wen sind B-Lite Implantate geeignet?

Die innovativen Implantate sind grundsätzlich für jede Frau geeignet, die sich einer Brustvergrößerung unterziehen möchte. Besonders vorteilhaft ist diese Variante jedoch für Frauen, die sich eine drastischere Vergrößerung wünschen. Dies ist zum Beispiel bei einer Cup-Veränderung von AA nach C oder bei einer Brustrekonstruktion nach einer operativen Entfernung der Brüste der Fall. Für diese Eingriffe eignen sich B-Lite Implantate aufgrund ihres niedrigen Gewichtes besonders gut. Das Brustgewebe wird so auch bei stärkeren Vergrößerungen nicht stark belastet, was für eine bessere Haltbarkeit des Ergebnisses und ein angenehmeres Tragegefühl sorgt. Das macht B-Lite Implantate besonders attraktiv für Frauen mit einem schwächeren Bindegewebe.

Auch für besonders sportliche Frauen sind die neuen Implantate eine gute Wahl. Sie schränken  bei bewegungsintensiven Sportarten wie Joggen oder Tennis in keinster Weise ein. Sogar Tauchgänge sind mit diesen neuartigen Modellen kein Problem mehr!

Gibt es Risiken?

Wie bei jeder plastischen Verschönerung handelt es sich auch bei der Brustvergrößerung mit B-Lite um einen operativen Eingriff, der nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Brustvergrößerungen mit diesen Implantaten sind mit denselben Risiken verbunden wie herkömmliche Methoden. Nach dem Eingriff können Schwellungen, Blutungen oder Wundheilungsstörungen auftreten. In weiterer Folge kann es zu einem Reißen des Implantates kommen. Sollte dies geschehen, wird das Implantat gewechselt. B-Lite Implantate können nicht auslaufen, da das verwendete Gel stabil ist. Gesundheitliche Schäden sind also nicht zu befürchten.

Bei Operationen mit B-Lite Implantaten kommt es aufgrund des niedrigen Gewichtes deutlich seltener zu unschöner Narbenbildung, starken OP-Schmerzen oder einem Verrutschen des Implantates, als bei herkömmlichen Modellen. Die Innovation birgt also einige Vorteile, die nicht zu missachten sind.

Kennen Sie den japanischen Werbeclip in dem eine Frau ihr lästiges Bauchfett einfach mit den Händen in ihre Brüste schiebt? Wenn nicht, dann sollten Sie ihn sich unbedingt hier ansehen! Das Video hat nicht umsonst so viele Klicks. Schließlich ist es der Traum vieler Frauen das überschüssige Fett von den Problemzonen einfach mit ein paar Handgriffen in Brust, Po oder andere gewünschte Regionen zu "transferieren". Leider ist das mithilfe eines Diät-Shakes, wie im Werbeclip, nicht machbar. Was würden Sie aber sagen, wenn wir Ihnen eine Methode vorstellen, mit der der Traum Wirklichkeit werden kann?

Das Lipofilling

Mithilfe eines Lipofillings (eines Eigenfett-Transfers) ist es nämlich tatsächlich möglich, das Fett aus ungewünschten Regionen zu entnehmen und in andere Körperstellen wieder einzubringen. Was sich fast zu gut anhört um wahr zu sein, ist in der plastischen Chirurgie bereits Routine. Eigenfett kann man so gut wie überall entnehmen und wieder einbringen, wo dies gewollt ist. Am häufigsten entfernt man das Fett aus Bauch, Hüfte und Schenkeln. Das klassische Areal für eine Einbringung des Fettes ist die Brust. Für welche anderen Körperstellen Eigenfett wahre Wunder wirken kann, erfahren Sie im nächsten Blogpost.

Eigenfett

Pralle, volle Brüste - der Traum vieler Frauen

Wie groß kann meine Brust bei der Vergrößerung mit Eigenfett werden?

Eigenfett für eine schöne Brust

Die erste Voraussetzung für ein erfolgreiches Lipofilling in der Brust ist natürlich eine ausreichende Menge an Eigenfett. Des Weiteren sollte sich die Patientin dessen bewusst sein, dass mit einem Eigenfett-Transfer keine so drastischen Ergebnisse erzielt werden können, wie mit Implantaten.

Sind diese Voraussetzungen geklärt, steht dem Eingriff nichts mehr im Wege. Zur Vorbereitung muss die Patientin für 6 Wochen 10 Stunden am Tag einen speziellen Vakuum-BH tragen. Keine Sorge - dies darf auch nachts geschehen. Durch diesen "BRAVA"-BH verstärkt sich die Blutzirkulation und das Brustgewebe dehnt sich aus. Direkt vor der Operation sollte der Vakuum-BH dann 24 Stunden am Tag getragen werden.

Am Tag des Eingriffs saugt man das Fett auf, bereitet es auf und iniziiert es mit Hilfe von dünnen Spritzen in die Brust. Dabei spritzt man das Fett in der Regel sowohl unter die Brüstdrüse als auch direkt unter die Haut.

Natürliche Ergebnisse durch Eigenfett

In der Regel wachsen 30 bis 80% des eingebrachten Fettes nach einem einmaligen Eingriff an. Es kann daher notwendig sein, dass ein Lipofilling für ein optimales Ergebnis noch ein bis zwei Mal wiederholt werden muss. Ist das Fett jedoch einmal angewachsen, bleibt es dauerhaft an dieser Stelle und wird vom Körper nicht mehr abgebaut. Das Ergebnis ist natürlich, unauffällig und vor allem langfristig.

Sie glauben, dass eine Brustvergrößerung mit Implantaten für Sie nicht in Frage kommt, weil Sie keine unschönen Narben haben möchten? Falsch gedacht! Neben der klassischen Methode, bei der die Narbe in der Unterbrustfalte liegt und je nach Abheilung und Größe der Brüste sichtbar ist, ist nämlich die axilläre Brustvergrößerung auf dem Vormarsch.

Was ist eine axilläre Brustvergrößerung?

Bei dieser Methode der Brustvergrößerung bringt man das Implantat nicht über die Unterbrustfalte, sondern über die Achseln ein. Das klingt jetzt im ersten Moment vielleicht etwas abwegig und schwierig, ist es aber ganz und gar nicht. Zunächst macht man einen kleinen, 4 Zentimeter langen Schnitt in der Achselhöhle. Anschließend deht man das Gewebe vorsichtig und in kreisenden Bewegungen auf. Das ist einerseits notwendig, um Platz für das Implantat zu schaffen, als auch für die ideale Platzierung desselben. 

Die Operation findet üblicherweise in Vollnarkose statt und dauert 1,5 bis 2 Stunden.

Vorurteile & Mythen

Leider liest man bei manchen Ärztinnen und Ärzten immer wieder, dass sie von einer axillären Brustvergrößerung abraten. Die Begründung dafür ist, dass der Schnitt in der Achsel den Wächterlymphknoten irritieren und dabei bei Brustkrebs problematisch werden könnte. Das ist aber leider nicht richtig! Bei einer fachgerechten Durchführung berührt man nämlich nur der Rand des Brustmuskels - Lymphknoten oder Bahnen kommen dabei nicht zu Schaden!.

Oft hört man auch, dass es im Fall eines Implantatswechsels notwendig wäre, einen zusätzlichen Schnitt in der Unterbrustfalte zu machen, da man das Implantat nur von unten wechseln kann. Auch das ist schlichtweg falsch. Für einen guten und geübten Chirurgen/in stellt der Wechsel eines Implantates über die Achsel kein Problem dar.

axilläre Brustvergrößerung

Auch, dass der/die ÄrztIn bei der axillären Brustvergrößerung nicht sieht, was er/sie macht, ist völliger Humbug. Ein erfahrener Chirurg/in kann jederzeit ertasten, wo er/sie gerade operiert.

Vorteile einer axillären Brustvergrößerung

Durch den Schnitt in den Achseln ist es deutlich weniger ersichtlich, dass Sie eine Brust-OP hatten. Man sieht die Narben nur, wenn Sie die Arme heben. Sie können also selbst entscheiden, wem Sie Ihr "kleines Geheimnis" verraten wollen, und wem nicht.

Das Dekolleté wird bei dieser Methode besonders gut ausgeformt und auch die Unterbrustfalte kann man beliebig versetzen. Außerdem kann man bei der Einbringung durch die Achseln genauer bestimmen, wo und wie das Implantat liegt. Das ist besonders bei Implantaten mit Tropfenform, die genau richtig herum in der Brust liegen müssen, ein großer Vorteil.

Wer sich also ein natürliches und vor allem diskretes Ergebnis wünscht und nicht genug Eigenfett für ein Lipofilling hat, der ist mit einer axillären Brustvergrößerung sicherlich bestens beraten.

Wie sieht die Nachsorge aus?

Direkt nach dem Eingriff folgt die Versorgung der Schnittstellen und die Anlegung eines Stütz-BHs.

Eine optimale Nachsorge kann bei einer Brustvergrößerung maßgeblich zu einem schönen Endergebnis beitragen. Aus diesem Grund zählt man den Heilungsprozess oft zur eigentlichen Behandlung dazu. Direkt nach der OP kann man zwar die zukünftige Form und Größe der Brust bereits abschätzen, aber das tatsächliche Ergebnis der Behandlung zeigt sich erst nach Ablauf der Heilungsphase.

Um eine optimale Nachsorge zu gewähren, muss der Patient/ die Patientin die vorgesehenen Kontrolltermine unbedingt einhalten. Bei diesen Terminen werden Fäden gezogen und der Heilungsprozess überprüft. Des Weiteren sollte der Patient/ die Patientin über einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen nach der OP kein Sport treiben und den Stütz-BH immer anbehalten. Auch ein Verzicht auf Alkohol, blutverdünnende Medikamente und Nikotin wird angeraten. Als Faustregel gilt wie bei allen Eingriffen: bei starken Schmerzen, ungewöhnlichen Nachwirkungen oder sich verschlimmernden Symptomen, sollte man immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt/ der behandelnden Ärztin halten!

Pralle und wohlgeformte Brüste sind ein Zeichen von Weiblichkeit und "Sex-Appeal". Nicht jede Frau ist aber mit solchen "Attributen" gesegnet. Manche Frauen mögen ihre kleinen Brüste und das ist auch völlig in Ordnung so. Andere leiden aber sehr unter der Form oder Größe, weil diese einfach nicht mit den persönlichen Idealen übereinstimmt.

Wenn der Wunsch nach einem pralleren Busen stark ist, liegt der Gedanke an eine Brustvergrößerung nahe. Die meisten Menschen denken dabei direkt an die Vergrößerung mit Implantaten. Das ist aber nicht der einzige Weg! Auch die Brustvergrößerung mit Hilfe eines Lipofillings wird immer häufiger durchgeführt und ist eine echte Alternative zu Implantaten.

Lipofilling - Was ist das?

Bei einem Lipofilling wird Fett aus einem anderen Areal in den gewünschten Körperbereich eingebracht. Es kann also beispielsweise Fett aus dem Bauch oder den Oberschenkel entnommen und anschließend in die Brüste eingebracht werden. So schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe - man verliert ungewollte Kilos und bekommt gleichzeitig eine vollere Oberweite!

Lipofilling, wien, dr. rejzek

Ein großer Vorteil, den die Brustvergrößerung mit Eigenfett gegenüber den Implantaten aufweist ist, dass es sich bei dem verwendeten "Material" um eine körpereigene Substanz handelt. Daher wird das Lipofilling in der Regel vom Körper sehr gut vertragen und es gibt kaum Risiken. Außerdem wirken die Brüste nach der Behandlung optisch und haptisch natürlich, so dass niemand einen Eingriff vermuten könnte. Ein weiteres Plus: Narben sind bei dieser Methode ebenfalls ausgeschlossen!

Einzig das Endergebnis ist beim Lipofilling weniger gut vorhersehbar. Während bei Implantaten die Form von Anfang an relativ klar vorgegeben ist, kann es beim Lipofilling vorkommen, dass das Fett sich unregelmäßig verteilt oder schlecht anwächst. In diesem Fall muss dann noch einmal nachgebessert werden.

Die Brustvergrößerung mit Eigenfett kann selbstredend nur durchgeführt werden, wenn am Körper genug Eigenfett vorhanden ist. Besonders schlanken Frauen oder Damen, die sich eine deutliche Vergrößerung wünschen, bleibt nur die Möglichkeit einer Vergrößerung mit Implantaten.

Brustvergrößerung mit Implantaten

Brustvergrößerung, wien, dr. rejzek

Diese Methode wird bereits seit Jahrzehnten durchgeführt, sie ist also der echte "Klassiker" unter den Brustvergrößerungen. Durch qualitativ schlechte Implantate, das höhere Risiko für eine Kapselfibrose (Abstoßen des Fremdkörpers) und unecht wirkende Ergebnisse hat sich diese Variante mit der Zeit einen schlechteren Ruf erworben, als sie verdient hat.

Wie bei allen Dingen hat sich auch die Brustvergrößerung mit Implantaten in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Vor Auslaufen des Silikons, platzenden Implantaten oder sonstigen Horrorgeschichten braucht heutzutage niemand mehr Angst haben. Das Silikongel, das mittlerweile verwendet wird, ist absolut sicher und die Implantate selber können nicht brüchig werden oder auslaufen.

Auch ganz wichtig zu wissen: Entgegen der häufigen Meinung, kann mit Implantaten sehr wohl gestillt werden! Die Implantate sind in keinem Fall hinderlich dabei und können auch dem Kind nicht schaden.

Die Brustvergrößerung mit Implantaten ist immer noch die Methode, die garantiert das gewünschte Ergebnis bringt. Mithilfe einer großen Variation vom Implantaten (z.B. Tropfenimplantaten) kann die Patientin bereits im Vorfeld genau bestimmen, wie die fertige Brust aussehen soll und es kommt zu keinen unschönen Überraschungen. Es ist somit die sicherste Methode für jede Frau endlich an ihren "Traumbusen" zu kommen.

Brustrekonstruktion nach der BrustkrebsAnlässlich des 15. Jahrestages des „Pink Ribbon“ in Österreich, möchte ich gerne ein paar Worte bezüglich Brustkrebs an Sie richten. Die Idee der „rosa Schleife“ stammt ursprünglich von Evelyn Lauder, der Schwiegertochter der Gründerin des Kosmetikunternehmens Estée Lauder. Weltweit sollen Frauen dadurch an die Wichtigkeit der Früherkennung von Brustkrebs erinnern. Denn: eine Früherkennung kann Leben retten!
Doch, was können Sie tun, um Ihr individuelles Brustkrebs-Risiko zu senken? Die Antwort auf diese Frage ist sehr komplex, denn die Entstehung von Brustkrebs hängt von vielen Faktoren ab und nicht alle davon sind beeinflussbar. Forscher beschäftigen sich seit Jahren mit dieser und weiterführenden Fragen. Es folgt ein kurzer Überblick aus den bisher gewonnenen Erkenntnissen der durchgeführten Studien.

Mittlerweile kann fast sicher gesagt werden, dass die folgenden Faktoren bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen: das Alter, die hormonelle Situation, der Lebensstil und eventuell vererbte Risiko-Gene.

Nicht in jedem Lebensalter besteht ein gleich hohes Risiko an der Erkrankung. Als Richtwert gilt, dass im Alter von 35 Jahren nur etwa jede 110. Frau an Brustkrebs erkrankt. Mit zunehmendem Alter steigt jedoch das Risiko. So ist es etwa jede 27. Frau im Alter von 65 Jahren, die von der Krankheit betroffen ist. Ich möchte demnach ausdrücklich betonen, wie wichtig es gerade im Alter ab 45 Jahren ist, regelmäßig zur Brustkrebs-Früherkennung zu gehen. Eine Mammografie alle 2 Jahre kann Brustkrebs zwar leider nicht verhindern, aber ermöglicht eine Früherkennung und verbessert die Heilungschancen.
Die hormonelle Situation in unserem Körper hat ebenfalls einen Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs, ist aber kaum beeinflussbar.
Der Lebensstil ist eigentlich der einzige Risiko-Faktor, den Sie bewusst beeinflussen können. Es handelt sich um Themen wie Bewegung, Gewicht und Ess- sowie Trinkgewohnheiten. Wie viel und wie oft bewegen Sie sich? Wiegen Sie zu viel? Wie oft trinken Sie Alkohol? Ob die Ernährung jedoch tatsächlich direkten Einfluss auf das Brustkrebs-Risiko hat und ob die Mengen an Obst und Gemüse, die frau isst, eine Rolle spielen, scheint noch unklar zu sein. Nicht abzustreiten ist jedoch der Fakt, dass die Ernährung maßgeblich das Gewicht beeinflusst und somit doch keinen so unerheblichen Einfluss ausübt. Essen sie nicht zu viel und nicht zu „schwer“ aber unbedingt köstlich!
Auch die genetische Veranlagung ist ein wichtiger Einflussfaktor. Ein erhöhtes familiäres Brustkrebs-Risiko sollten Sie mit Ihrer Vertrauensärztin /-arzt besprechen.
Stress oder diverse Umweltfaktoren scheinen hingegen nach dem derzeitigen Forschungsstand eine untergeordnete Rolle bei der Entstehung eines Mammakarzinoms zu spielen.
Im Großen und Ganzen sollten Sie bewusst auf sich und Ihre Bedürfnisse schauen.

Nach dem Kampf kommt die Genesung

BrustrekonstruktionIch möchte gleich eines vorwegnehmen: SIE SIND STARK!
Wenn es um die Entfernung des Tumors geht, können 80 % aller Brustkrebsoperationen in Österreich brusterhaltend durchgeführt werden. Je nach Lage des bösartigen Tumors kann seine Entfernung jedoch Hohlräume im Brustgewebe hinterlassen. In einigen Fällen kann es aber auch notwendig sein, die gesamte Brust zu entfernen.
Frauen, denen die Brust abgenommen werden muss, kämpfen dann an zwei Fronten. Denn sie kämpfen nicht nur gegen den Brustkrebs an, sondern leiden auch darunter, dass ihre Identität als Frau gefährdet ist.

Eine Brustrekonstruktion

kann in diesem Fall ein weiterer Schritt auf dem Weg zur umfassenden Genesung sein.
Und hier kommt die plastische Chirurgie ins Spiel. Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Methoden, um die Brust so zu rekonstruieren, dass die Betroffenen zufrieden sind und das kosmetische Ergebnis der gesunden Brust in einem hohen Maß entspricht. Je nach Ausgangslage kann die Brust mit Eigengewebe oder einem Implantat aufgebaut werden. Die Brustrekonstruktion kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt – sofort oder Jahre später – erfolgen. Nach dem erfolgreichen Kampf gegen den Brustkrebs fehlt vielen Frauen die seelische Kraft für den Aufbau der Brust, daher entscheidet sich ein Großteil für einen späteren Eingriff.

Abhängig davon, ob neben Brustgewebe Haut und/oder der Warzenhof entfernt wird, muss mit insgesamt 2-3 Operationen gerechnet werden, um den Wiederaufbau abzuschließen, wobei im Falle der Sofortrekonstruktion natürlich eine OP weniger zu machen ist.

Aufbau mit Eigenfett

Mittels Eigenfetttransplantation kann die entferne Brust wieder aufgebaut werden. Dafür sind jedoch ausreichend Fettdepots notwendig, die dann abgesaugt, aufbereitet und in die Brust eingebracht werden können. Mit dieser Methode können sehr schöne und natürliche Ergebnisse erzielt werden. Allerdings muss hier beachtet werden, dass sicherlich 3 bis 4 Sitzungen nötig sind, um ein Ergebnis sehen zu können.

Brustaufbau mit Fremdgewebe

Bei intaktem Brustmuskel kann ein Implantat aus Silikon darunter eingebracht werden. Diese Variante ist weniger aufwändig als eine Brustwiederherstellung mit Eigengewebe, die auf mehrere Etappen erfolgen muss. Für diese Methode noch ausreichend Haut verbleiben, um das Implantat einzubringen. Dieses kann entweder unter den Brustmuskel oder unter die Haut gesetzt werden. Wenn genügend Haut vorhanden, kann das Implantat gleich im Rahmen der Tumoroperation eingebracht werden.
Da es bei einer Brustrekonstruktion mittels Implantat sehr schwierig ist, die Brüste einander so gut wie möglich anzugleichen, kann hier mit einem Lipofilling quasi der „Feinschliff“ gemacht werden. Natürlich ist auch hier wieder das Können des plastischen Chirurgen gefragt, um ein natürliches, schönes Ergebnis erzielen zu können.

Expander und Implantat

Ist nicht ausreichend Haut nach der Entfernung verblieben, kann mit einem Expander die bestehende Haut zunächst schrittweise aufgedehnt werden. Dabei wird unmittelbar nach Entfernung der Brust an deren Stelle ein leerer Ballon mit einem Ventil eingebracht. In regelmäßigen Abständen wird über 3 Monate hinweg über das Ventil Kochsalzlösung in den Ballon eingebracht. Auf diese Weise dehnt sich das Gewebe langsam auf, und nach etwa 3 Monaten kann der Expander dann gegen ein Silikonimplantat ausgetauscht werden.

Von Frau zu Frau

Die wichtigste Basis für alle diese Eingriffe ist ein tiefes Vertrauen zu Ihrem/r plastischen Chirurg/in. Daher betone ich gerne die Wichtigkeit eines Beratungsgespräches. Dadurch können Sie nicht nur herausfinden, ob der- oder diejenige Arzt/Ärztin für Sie die richtige Wahl ist, sondern erfahren gleich mehr darüber, welche Option(en) für Sie in Frage kommen.

„Check once a month, live every moment“